Specimina Philologiae Slavicae + Supplementbände
Begründet von Olexa Horbatsch und Gerd Freidhof (1972). Herausgegeben von Peter Kosta, Holger Kuße und Franz Schindler (seit 1996).
140. HANSEN, Björn (Hrsg.): Linguistische Beiträge zur Slavistik XI. JungslavistInnen-Treffen in Cambridge 19.-22. September 2002. München, 2004. ISBN 3-87690-890-6. 182 S.
Dieser Band dokumentiert das XI. JungslavistInnen-Treffen, das vom 19. bis zum 22.9.2002 im Selwyn-College in Cambridge stattfand. Wie auf den bisherigen Konferenzen wurden auch auf diesem Treffen Themen aus den unterschiedlichsten (inhaltlichen wie methodischen) Bereichen der slavistischen Linguistik behandelt: T. Daiber (Halle): Aoristische Reste im modernen Russischen; B. Hansen (Regensburg): Eine korpuslinguistische Studie zum Gebrauch der Adjektivdeklination im Bosnischen/Serbischen/Kroatischen; E. Hoffmann (Wien): Kulturelle Schlüsselkonzepte; H. Kuße (Frankfurt a.M.): Die Repräsentation der Repräsentation: M.V. Lomonosovs universale Rhetorik; A. Levin-Steinmann (Leipzig): Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Grammatikalisierung und Phraseologisierung; A. Scheller (Magdeburg): Wege zu Wörtern: Zu theoretischen und praktischen Problemen der Lexikographie am Beispiel der Darstellung von Funktionswörtern; F. Schindler (Frankfurt a.M.): Linguistische Anmerkungen zur Inhaltsanalyse von Kontaktanzeigen; L. Szucsich (Leipzig): Argumentstrukturen und deren syntaktische Abbildung: Psych-Verben im Russischen; M. Wingender (Gießen): Die Sprachsituation in Tatarstan in Geschichte und Gegenwart.
139. HAMMEL, Robert; GEIST, Ljudmilla: Linguistische Beiträge zur Slavistik X. JungslavistInnen-Treffen in Berlin 24.-27. Mai 2001. München, 2004. ISBN 3-87690-856-6. 245 S.
Der Tagungsband enthält Beiträge von T. Anstatt (Behandlung des Verbalaspekts in russischen Wörterbüchern), Horst Dippong (Satzgliedfolge im Elementarsatz), Ursula Doleschal und Edgar Hoffmann (Marktwirtschaftlicher Diskurs im Russischen), Uwe Junghans (Ferne Objekte), Holger Kuße (Metaphorisch Argumentieren: Pavel Florenskij), Anke Levin-Steinmann (Slavisches Plusquamperfekt), Imke Mendoza ("Pragmatische Begründungen" im Polnischen), Roland Meyer (Halbautomatische morphosyntaktische Annotation russischer Texte), Andreas Späth (Grammatik des Negationsgenitivs im Russischen) sowie von Katrin Unrath-Scharpenack (Schweigen als kommunikatives Phänomen).
138. MEČKOVSKAJA, Nina B.: Belorusskij jazyk. Sociolinkvističeskie očerki. München, 2003. ISBN 3-87690-848-5. 156 S.
Die Verfasserin, Professorin an der Weißrussischen Staatlichen Universität in Minsk und Autorin zahlreicher Monographien zur Slavistik und Allgemeinen Sprachwissenschaft, hat in dem Sammelband eine Reihe von Beiträgen zusammengefaßt, die teils an weniger zugänglichen Stellen publiziert worden sind. Sie liegen zudem in einer überarbeiteten Form vor. Es geht insbesondere um Fragen der sprachlichen Situation in Weißrußland und in der Ukraine sowie um Unterschiede zwischen Russen und Weißrussen. Die Beschreibungsansätze lassen unterschiedliche Akzente erkennen: linguale, soziale, kulturhistorische.
137. LEEUVEN-TURNOVCOVÁ, Jiřina van; RÖHRBORN, Uta (Hrsg.): Beiträge des Gender-Blocks zum XIII. Internationalen Slavistenkongress in Ljubljana, 15.-21. August 2003. München, 2003. ISBN 3-87690-847-7. 127 S. m. Tabb. u. Abb.
Die Beiträge von O.T. Yokoyama (Los Angeles), K. Pishchikova (Kharkiv/Amsterdam), J. van Leeuven-Turnovcova (Jena), U. Doleschal (Wien), A.V. Kirilina (Moskva), J. Valdrova (Ceske Budejovice) und A. Levin-Steinmann (Leipzig) sind im Zuge der Vorbereitung zum ersten mit Gender-Forschung befassten thematischen Blocks des XIII. Internationalen Slavistenkongresses entstanden. Der Sammelband zeigt einerseits, dass die Gender-Forschung in den einzelnen Ländern noch unterschiedlich weit fortgeschritten ist, andererseits aber, dass die Etablierung der Gender-Forschung in der Slavistik nur eine Frage der Zeit ist. Als Teil eines internationalen Kongresses vermag der Inhalt der Beiträge auf Grund seines sprachlichen und methodischen Spektrums sehr wohl Impulse für die Slavistik zu setzen.
136. SCHLEGEL, Hans: Bildung, Bedeutung und Gebrauch des russischen Verbalaspekts. Teil 1: Theortische Grundlagen (Lehrbuch). München, 2002. ISBN 3-87690-828-0. 326 S.
Das Lehrbuch wendet sich an den Fortgeschrittenen-Unterricht an Universitäten, Hochschulen und Gymnasien, ggf. auch für den anspruchsvollen, sprachwissenschaftlich fundierten Selbstunterricht.
135. DAIBER, Thomas (Hrsg.): Linguistische Beiträge zur Slavistik IX. JungslavistInnen-Treffen in Halle a.d. Saale / Lutherstadt Wittenberg 27. September-1. Oktober 2000. München, 2002. ISBN 3-87690-826-4. 249 S.
Die in diesem Band zusammengeführten Artikel dokumentieren eine thematische und theoretische Vielfalt, die inhaltlich von Fragen der Sprachpolitik über den Themenkomplex von Sprache und Kultur bis hin zu Problematiken wie Unflektierbarkeit, Verbsemantik oder Negation reicht und methodisch sowohl korpuslinguistische wie auch generativistische und schließlich pragmatische und kulturwissenschaftliche Ansätze in der Linguistik enthält. Beiträger des Bandes: Tanja Anstatt, Thomas Daiber, Ursula Doleschal, Robert Hammel, Edgar Hoffmann, Uwe Junghans, Marion Krause, Holger Kuße, Anke Levin-Steinmann, Andreas Späth, Monika Wingender.
134. KRAUSE, Marion: Dinamika mechanizma vosprijatija slova pri različnych uslovijach ovladenija inostrannym jazykom. München, 2002. ISBN 3-87690-788-8. 173 S.
In der Monografie wird ein statistisch fundiertes Modell vorgestellt, das die komplexe Beschreibung linguistischer Determinanten der Worterkennung zum Gegenstand hat. Die erfassten linguistischen Faktoren operieren auf phonetischer, phonologischer, morphologischer, lexikalischer und textueller Merkmalsebene. Ihre Wirkungsweise wird für das Deutsche und das Russische unter verschiedenen perzeptiven Bedingungen untersucht. Im Mittelpunkt stehen dabei jene Dynamiken, die den Prozess des Fremdsprachenerwerbs Russisch durch deutsche Lehrer charakterisieren. Sie betreffen sowohl die Gewichtung von Faktoren in der Merkmalshierarchie als auch die perzeptive Bedeutung einzelner Merkmalsausprägungen. Ihre Abhängigkeit von extralinguistischen Faktoren wie Lerndauer, Bedingungen und Intensität des Fremdsprachenerwerbs wird ebenfalls erfasst. Damit empfiehlt sich das Modell auch als diagnostisches Instrumentarium. Es schlägt eine Brücke zwischen der strukturellen Beschreibung von Einzelsprachen, der Modellierung von Wahrnehmungsprozessen und ihrer didaktischen Anwendung in Textverfahren.
133. KABAKOVA, Svetlana V.: Obraznoe osnovanie idiom. Psicholingvo-kul'turologičeskie aspekty. München, 2002. ISBN 3-87690-787-X. 124 S.
132. CEJTLIN, Stella N.: Slovar' detskich slovoobrazovatel'nych innovacij. München, 2001. ISBN 3-87690-786-1. 201 S.
131. MAURICE, Florence; MENDOZA, Imke (Hrsg.): Linguistische Beiträge zur Slavistik VIII. JungslavistInnen-Treffen in München 1.-3. Oktober 1999. München, 2000. ISBN 3-87690-785-3. 215 S.
Der Band umfaßt Beiträge der Tagung im Oktober 1999. Neben dem Russischen finden sich Studien (Vorträge) auch zum Tschechischen, Polnischen und Bulgarischen, die ein breites Spektrum neuer Fragestellungen in der slavistischen Linguistik abdecken. Hierzu gehören die Behandlung des nicht-einfachen Satzes im Russischen, Sprechen über das Schweigen im Tschechischen, tschechische Anzeigenwerbung, Abschlußpartikeln im Russischen, Koinzidenz und Granularität, Ausdrücke der Möglichkeit im Russischen, generische Referenz im Polnischen (nebst Sg. und Pl.), Verbalisierung von Feindbildern im Russischen u.a.m.
130. SCHLEGEL, Hans: Der aspektuale Bezugsmoment als linguistische Grundlage für die Beschreibung und Vermittlung des russische Verbalaspekts. Ein Beitrag zu Temporalität und Aspektualität. München, 2000. ISBN 3-87690-784-5. 231 S.
Im Mittelpunkt der Monographie steht mit dem aspektualen Bezugsmoment (Referenzzeit, Betrachtzeit, "point/time of reference") ein linguistisches Phänomen, das in der grammatischen Kategorie des Aspekts und in der FSK der Aspektualität die gleiche zentrale Rolle spielt wie der Redemoment in der Tempuskategorie und der Temporalität. Beide zeitlichen Orientierungspunkte werden gleichermaßen einer Analyse aus ontologischer, logischer, psychologischer und grammatischer Sicht unterzogen, was in dem Versuch mündet, mit Hilfe des Bezugsmoments die kategoriale, die allgemeinen und die speziellen Bedeutungen des russischen Aspekts logisch vollständig zu definieren. Die Rolle des aspektualen Bezugsmoments wird als Sonderfall eines größeren Systemzusammenhangs herausgearbeitet - als metaphorische Verschiebung der Origo des Zeigfeldes in einem System der subjektiven Orientierung (Bühler) vom Aktuellen ins Nichtaktuelle, mit den verdeckten Kategorien der Bezugszeit, des Bezugsortes und des Bezugsgegenstandes.
129. FREIDHOF, Gerd; KUSSE, Holger; SCHINDLER, Franz (Hrsg.): Slavische Sprachwissenschaft und Interdisziplinarität Nr. 6. München, 2000. ISBN 3-87690-771-3. 291 S.
Der 6. Band der Unterreihe umfaßt Beiträge von deutschen und russischen Slavisten, gewidmet ist er Aleksandr Vladimirovič Bondarko zum 70. Geburtstag. Das inhaltliche Spektrum hat insbesondere die folgenden Themen zum Schwerpunkt: Reformulierungstheorie, Literarisierung gesprochener Sprache, funktionale Grammatik, Modalität in Sprichwörtern, russische Telefonauskunft und kommunikatives Mißlingen, russische Grammatik von Barsov, Dialogtheorie, Instrumentalität im Russischen. Zu den Aufsätzen kommen Rezensionen und neu die sog. Bücherschau, die entweder sehr umfangreiche Werke oder stark interdisziplinär angelegte Arbeiten vorstellt, die den Rahmen einer Einzelrezension sprengen würden.
128. OHME, Andreas; STELTNER, Ulrich (Hrsg.): Der russische Symbolismus. Zur sinnlichen Seite seiner Wortkunst. München, 2000. ISBN 3-87690-770-5. 142 S.
Der Symbolismus markiert in den 90er Jahren den Umschlag zur Moderne in Rußland. Seine gegen die Übermacht des herrschenden Realismus gerichteten Kunstprinzipien werden im vorliegenden Sammelband an ausgewählten Themen illustriert: Ein Gender-Blick auf die Ästhetik der Androgynie (Christa Binswanger); Die symbolistische Inszenierung der Persönlichkeit (Christa Ebert); Bezüge zwischen Musik und Dichtung im russischen Symbolismus (Christine Fischer); Drama und Theater im russischen Symbolismus (Andreas Ohme); Rußlands Zeitschriften am Beginn der Moderne (Ulrich Steltner). Eine Rezension zu einer Veröffentlichung über die Kunstkozepte der russischen Avantgarde (Jana Graul) sowie eine Bibliographie runden den Sammelband ab. Die Bibliographie verzeichnet die zum Symbolismus zu zählenden Autoren bzw. die sie betreffenden Monographien: seit 1945, soweit in deutscher, englischer, französischer und italienischer Sprache oder in Russisch im Westen erschienen, seit 1985 auch aus der UdSSR bzw. aus Rußland.
127. PARMENOVA, Tat'jana V.: Praktičeskaja funkcional'naja grammatika russkogo jazyka. München, 2000. ISBN 3-87690-769-1. 247 S.
126. KIKLEVIČ, Aleksandr K. (Hrsg.): Lingvisty šutjat. München, 2000. ISBN 3-87690-768-3. 161 S.
125. FREIDHOF, Gerd; KUSSE, Holger; SCHINDLER, Franz (Hrsg.): Slavische Sprachwissenschaft und Interdisziplinarität Nr. 5. München, 1999. ISBN 3-87690-749-7. 290 S.
In dem vorliegenden Band, der Walter Schamschula zum 70. Geburtstag gewidmet ist, finden sich Beiträge zum Werk von Roman Jakobson (Freidhof), zur Argumentationsanalyse (Maisch), zum kommunikativen Mißlingen (Goletiani), zur empirischen Kultursemiotik (Fleischer), ferner ein Gespräch mit Professor L. Tondl (Kuße) sowie zwei Beiträge zur russischen Literaturwissenschaft (u.a. zu Zukovskijs Lenore-Balladen - verf. von G. Langer). Eine Reihe von Rezensionen runden den Band ab. Der sprachliche Schwerpunkt der Beiträge liegt im Bereich des Russischen, Tschechischen, Polnischen.
124. SCHLEGEL, Hans: Zur Rolle der Terminativität/Aterminativität (T/AT) im Aspekt- und Aspektbildungssystem der russischen Sprache der Gegenwart. Ein Beitrag zur Theorie der Aspektualität. München, 1999. ISBN 3-87690-747-0. 240 S.
Auf Grund der besonderen Umstände war es nicht möglich, diese noch heute sehr wertvolle Arbeit zur Aspektologie früher zu veröffentlichen. Die Arbeit wurde bereits 1977 als Dissertation B an der Hochschule Potsdam eingereicht und verteidigt. Es ist das Anliegen der Arbeit - und hierin liegt ihre Bedeutung bis zum heutigen Tage -, den Nachweis zu erbringen, daß die Terminativität bzw. Aterminativität (als eine "verdeckte" Kategorie) semantische Basis und Generator des russischen Verbalaspektes ist, de facto also weithin den Mechanismus des russischen Aspektsystems steuert - Bildung, Bedeutung und Gebrauch.Spätere Arbeiten sieht der Autor meist in einem komplementären Verhältnis zur eigenen Interpretation, sie sind somit ergänzend und kompatibel, nicht aber widersprechend. Die Arbeit ist aktuell für den theoretisch interessierten Aspektologen, aber auch von großem Nutzen für den Praktiker, der die Gesetze des russischen Aspektes den Studenten vermitteln muß.
123. TOMELLERI, Vittorio S. (Hrsg.): Die "Pravila gramatičnye", der erste syntaktische Traktat in Rußland. München, 1999. ISBN 3-87690-746-2. 159 S.
122. GIRKE, Wolfgang (Hrsg.): Aspekte der Kausalität im Slavischen. Mainzer Studien zum Problem der Kausalität. München, 1999. ISBN 3-87690-724-1. 180 S.
Der Sammelband aus einem Mainzer Projekt umfaßt die folgenden Artikel: W. Girke, Verwendungsbedingungen von Kausalkonjunktionen; D. Burkhardt, Folgen: post hoc vs. propter hoc; dies., Konklusivität und Kausalität; U. Patzke, Explizite und implizite Finalität im Polnischen; A. Wilhelm, Kausale asyndetische Konnexion unter kognitiver und textueller Perspektive; U. Patzke, Konzessivität und naives Weltbild; W. Girke, Kausalität und Verstehen. Im Vordergrund der Beiträge steht die russische Sprache, daneben kommt die polnische Sprache zur Geltung.
121. NESCIMENKO, Galina P.: Etničeskij jazyk. Opyt funkcional'noj differenciacii na materiale sopostavitel'nogo izučenija slavjanskich jazykov. München, 1999. ISBN 3-87690-704-7. 234 S.
Die Arbeit der bekannten Professorin des Institut slavjanovedenija RAN beschäftigt sich mit dem fundamentalen Problem der Differenzierung von Ethno-Sprachen, das in den Komplex der Sprachsituation eingebettet ist. Der Begriff des etničeskij jazyk wird aus vielerlei Sicht definiert und mit dem Begriff der Nationalsprache verglichen. Verf. stellt sich die Aufgabe, in allgemeiner Weise eine Makromodellierung von Ethno-Sprache zu versuchen, eine Modellfiguration festzulegen und die Prinzipien ihrer Organisation zu bestimmen. Neben diesem kommunikativen Modell von Ethno-Sprache (1. Kap.) erfolgt die Anwendung auf drei slavische Sprachen: auf die russische, die tschechische und die bulgarische Sprachsituation.
120. HOFFMANNOVÁ, Jana; MÜLLEROVÁ, Olga: Dialog v češtině. München, 1999. ISBN 3-87690-703-9. 259 S.
Der Sammelband faßt die wesentlichen Aufsatzstudien der beiden Autorinnen zum Dialog im Tschechischen zusammen. Sie zählen zu den führenden Vertretern in Tschechien, die sich bis zum heutigen Tage mit großer Regelmäßigkeit zur Fragestellung äußern. Alle Beiträge erscheinen in tschechischer Sprache, sei es als Nachdruck oder Neuübersetzung ins Tschechische aus anderen Sprachen. Im 1. Teil finden sich Beiträge, die verschiedenen Themen der Dialogtheorie gewidmet sind, der 2. Teil umfaßt Beiträge, die die Beschreibung verschiedener Dialogtypen (in unterschiedlichen Kommunikationsbereichen) zum Gegenstand haben. Beide Teile zählen jeweils 12 Beiträge.
119. SCHLEGEL, Hans: Lehr- und Lernthesauri und Wortlisten zur russischen Wissenschaftssprache. Einführung in die allgemeinwissenschaftliche und gemeinsprachliche Lexik und Phraseologie. München, 1998. ISBN 3-87690-701-2. 99 S.
Das Lehrmaterial ist bestimmt für Lehrer und Lerner (mit Vorkenntnissen), die sich mit Problemen der Fachsprache, insbes. der russischen, beschäftigen. Besonderer Wert wird auf die allgemeinwissenschaftliche Terminologie, die Strukturwörter und die "operationale" Lexik der Fach- und Wissenschaftssprache gelegt, auf ihre quantitativ bevorzugten grammatischen Mittel sowie auf Sprachhandlungstypen und Sprachformeln, die für alle philologischen und nichtphilologischen Fachsprachen von Bedeutung sind. Das Lehrmaterial ist zudem geeignet für Vorbereitungskurse zum Staatsexamen (Paraphrase, Kommentar, Wertung).
118. UNGER, Mike: Studien zum Dual. Eine Darstellung am niedersorbischen Neuen Testament des Miklawus Jakubica (1548). Eine sprachwissenschaftliche Analyse. München, 1998. ISBN 3-87690-700-4. 100+XXVI S.
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur Geschichte des Duals in der niedersorbischen Sprache zu leisten, und zwar an Hand des Bestandes der Dualformen und ihrer Verwendung im Vergleich mit Pluralformen. Corpus ist das älteste Sprachdenkmal, die Übersetzung des Neuen Testamentes M. Jakubica (1548). Die ermittelten Dualformen werden zudem verglichen und bewertet mit den Angaben in der ersten gedruckten Grammatik des Niedersorbischen einerseits, mit normativen Darstellungen heutiger Grammatiken andererseits.
117. FREIDHOF, Gerd; KUSSE, Holger; SCHINDLER, Franz (Hrsg.): Slavische Sprachwissenschaft und Interdisziplinarität Nr. 4. Olexa Horbatsch zum Gedenken. München, 1998. ISBN 3-87690-690-3. 316 S.
Der vierte Band der Unterreihe, dem verstorbenen Frankfurter Slavisten Olexa Horbatsch zum Gedenken gewidmet, umfaßt neben Aufsätzen zum wissenschaftlichen Opus von Olexa Horbatsch Beiträge zur Sprachwissenschaft und angrenzenden Disziplinen (Argot im Tschechischen, Illokutionsanalyse russ. Gesetzestexte, Kategorie der Höflichkeit, phatischer Diskurs u.a.m.) sowie zur Literatuwissenschaft des Russischen (Gogol', Puskin) und Polnischen (Przybyszewski). Desweiteren finden sich vier umfangreiche Rezenssionen zu neueren Arbeiten der slavischen Sprachwissenschaft.
116. FLEISCHER, Michael: Das System der russischen Kollektivsymbolik. Eine empirische Untersuchung. München, 1997. ISBN 3-87690-678-4. 165 S.
Diese empirische Untersuchung setzt die Studien vom Verf. zur Kollektivsymbolik fort (1995 zur polnischen Kollektivsymbolik, 1996 zur deutschen Kollektivsymbolik). Sie stellt einen ersten Versuch dar, die moderne russische Kollektivsymbolik mit Hilfe des in den vorherigen Studien erprobten Instrumentariums in Erfahrung zu bringen. Dabei geht es neben dem eigentlichen Ziel, d.h. der Ermittlung der Kollektivsymbole und der Bestimmung ihrer Hierarchie und Semantisierung, auch um einen (weiteren) Test der Methode selbst. Die gesamte Analyse steht im Zusammenhang mit der vom Verf. 1989 aufgestellten systemtheoretischen Kulturtheorie, deren Prüfung die Analyse darstellt. Es handelt sich also um eine theoriegeleitete, systemtheoretisch-konstruktivistische Arbeit, die die Voraussagen der Theorie prüfen soll.
115. DUKOVA, Ute: Die Bezeichnung der Dämonen im Bulgarischen. München, 1997. ISBN 3-87690-676-8. 150 S.
Die Untersuchung stellt einen Nachdruck von einer in drei Teilen in Bulgarien erschienenen Arbeit dar (Linguistigue balkanigue 1983-1985). Sie ist unmittelbar aus der etymologischen Praxis erstanden und der traditionellen historisch - vergleichenden etymologischen Methode verpflichtet. Darüberhinaus steht sie im wissenschaftlichen Kontext der Richtungen, die die slavische Mythologie als Untersuchungsgegenstand der Sprachwissenschaft betrachten, vor allem der Tartuer und Moskauer Schulen und der russischen und polnischen Ethnolinguistik. Die Studie bearbeitet teilweise schwer zugängliches dialektales Material aus einer relativ wenig untersuchten Region der Slavia und schlägt eine Reihe neuer etymologischer Lösungen vor.
114. MÜLLEROVÁ, Olga: Komunikativní slozky výstavby dialogického textu. Nachdruck der Ausgabe Praha 1979. München, 1997. ISBN 3-87690-661-X. 161 S.
Die Arbeit von 1979, publiziert im Jahre 1983, stellt nach wie vor die wichtigste Arbeit in tschechischer Sprache zur Dialoganalyse dar. Sie verbindet die Ergebnisse des Prager Linguistischen Kreises mit denen der westlichen Sprechakttheorie. Im Zentrum der Arbeit stehen die sog. kommunikativen Funktionen bei den dialogischen Repliken, die in semantische und nicht-semantische unterschieden werden (zu denen z.B. die Kontaktfunktion zählt), die die Autorin in einer Klassifikation zu erfassen sucht. Die Autorin (Akademie der Wissenschaften in Prag) ist Autorin einer großen Anzahl von Studien (Monographien und Aufsätze zur) Dialoganalyse.
113. WEBER, Petra: Kommentierung und Ankündigung von Sprechhandlungen. Metakommunikative Strukturen im russischen dramatischen Text. München, 1997. ISBN 3-87690-660-1. 146 S.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis, in dem lexikalische Benennung und pragmatisch erschließbare Bedeutung von Sprechhandlungen zueinander stehen. In den zugrundeliegenden dramatischen Texten kommen die Protagonisten nicht selten zu Einschätzungen über verbales Handeln, die sie in metakommunikativen Äußerungen kundtun. Die Arbeit analysiert die Diskrepanzen zwischen dem, was in der Figurenrede über das eigene als auch das fremde Sprechen gesagt wird, und den pragmatisch zu entziffernden Illokutionen.
112. FREIDHOF, Gerd: Dialoganalyse und Partikelgebrauch. Zwei Aufsatzstudien zum Slavischen, insbesondere Russischen. München, 1996. ISBN 3-87690-656-3. 136 S.
Der Band umfaßt zwei längere Aufsatzstudien zur Dialoganalyse im Russischen, unter Berücksichtigung anderer (slavischer) Sprachen. Der erste Beitrag ist ein Originalbeitrag von 1996, der zweite Beitrag ist ein Nachdruck aus der Zeitschrift für Slavische Philologie von 1991 und stellt die Grundlagenstudie von Verf. zu Problemen der Dialoganalyse dar, mit der er sich seit Jahren beschäftigt. Die Titel lauten: Ausdrücke wie ponimaete, znaete in der russischen Sprache. Finite Verbalformen auf dem Wege zur Partikel (im Vergleich mit anderen Sprachen). Dialoganalyse, Gliederungspartikeln und Übersetzen (mit Belegen aus dem Slavischen, insbesondere Russischen, und Deutschen).
111. FREIDHOF, Gerd; KUSSE, Holger; SCHINDLER, Franz (Hrsg.): Slavische Sprachwissenschaft und Interdisziplinarität Nr. 3. München, 1996. ISBN 3-87690-655-5. 304 S.
Der Band enthält Beiträge zur Etymologie (Dukova), zur empirischen Kultursemiotik (Fleischer), zum Wortschatz kultureller Randgruppen (van Leeuwen-Turnovcova), zur funktionalgrammatischen Diachronie (Smirnov), zur logisch-semantischen Darstellung wissenschaftlicher Termini (Fan Yong) sowie eine Reihe von Arbeiten, die im weitesten Sinne pragmatisch zu nennen sind: Reformulierungstheorie (Freidhof, Grimm), Textsorten (Goletiani, Wullenweber, Kuße), Übersetzungskritik (Kosta), historische Pragmatik (Zachar'in). Mit den Beiträgen von Ritter und Bock-Iwaniuk werden die Grenzen in Richtung Vergleichende Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft geöffnet.
110. ROGUSKI, Piotr: Aufsätze zur polnischen und deutschen Romantik. München, 1996. ISBN 3-87690-647-4. 115 S.
In dem Band sind zumeist bisher unveröffentlichte Beiträge des Warschauer Literaturwissenschaftlers und Polonisten zusammengefaßt. Die Beiträge beschäftigen sich mit der polnischen und deutschen Romantik in ihrer gegenseitigen Beeinflussung. Es werden u.a. untersucht: Goethes Faust und das Drama der polnischen Romantik, Schellings Philosophie der Offenbarung und der polnische Messianismus, die Rezeption des polnischen patriotischen Liedes in der deutschen revolutionär-demokratischen Bewegung in der Vormärz-Periode, Mickiewiczs Bücher der polnischen Pilgerschaft und die Ideen des Hambacher Festes.
109. FILIPEC, Josef: Studia lexicologica. Nachdruck besorgt von Ernst Eichler. München, 1996. ISBN 3-87690-645-8. 169 S.
Der tschechische Linguist J. Filipec hat mit seinen zahlreichen bahnbrechenden Arbeiten nicht nur die moderne tschechische Lexikologie und Lexikographie begründet, sondern auch gewichtige Beiträge zur allgemeinen Lexikologie geleistet. Mit seinem Werk ergänzte er den von der Prager Linguistischnen Schule erfaßten Bereich der Phonologie, Grammatik und Sprachkultur um die Lexik und suchte in ihr die systemhaften Züge und ihre Teilsysteme unter konfrontativem Aspekt. Der vorliegende Nachdruck umfaßt relevante Aufsatzstudien aus dem Schaffen von J. Filipec (1957-1995).
108. FREIDHOF, Gerd; KUSSE, Holger; SCHINDLER, Franz (Hrsg.): Slavische Sprachwissenschaft und Interdisziplinarität Nr. 2. München, 1996. ISBN 3-87690-646-6. 242 S.
107. BELJANIN, Valerij P.: Vvedenie v psichiatričeskoe literaturovedenie. München, 1996. ISBN 3-87690-644-X. 281 S.
106. FREIDHOF, Gerd; KUSSE, Holger; SCHINDLER, Franz (Hrsg.): Slavische Sprachwissenschaft und Interdisziplinarität Nr. 1. München, 1995. ISBN 3-87690-598-2. 180 S.
105. GLADROW, Wolfgang (Hrsg.): Das Russische in seiner Geschichte, Gegenwart und Literatur. Festschrift für Erika Günther. München, 1995. ISBN 3-87690-506-0. 228 S.
104. FREIDHOF, Gerd: Sluzebnye jazykovye sredstva v strukture slavjanskogo dialoga. München, 1995. ISBN 3-87690-587-7. 104 S.
103. HANSEN, Björn: Typologie. Ein Forschungsbericht für Slavisten. München, 1994. ISBN 3-87690-564-8. 149 S.
102. BIRJULIN, Leonid A.: Semantika i sintaksis russkogo impersonal. Verba meteorologica i ich diatezy. München, 1994. ISBN 3-87690-563-X. 161 S.
101. KLJUČAREV, Aleksej I.: Živoe slovo. Archiepiskop Amvrosij: Izdanie vtoroe, Char'kov 1903. Nachdruck und Einleitung von Holger Kuße. München, 1994. ISBN 3-87690-562-1. 128 S.
100. GRIMM, Anja: Metasprachlich indizierte Reformulierungen im Russischen. München, 1993. ISBN 3-87690-547-8. 218 S.
99. HENTSCHEL, Gerd: Studies in Polish morphology and syntax. München, 1993. ISBN 3-87690-545-1. 313 S.
98. ERMEN, Ilse: Der obszöne Wortschatz im Russischen: Etymologie, Wortbildung, Semantik, Funktionen. München, 1993. ISBN 3-87690-543-5. 106 S.
97. BIERICH, Alexander; VOLKOV, Sergej S.; NIKITINA, Tat'jana G.: Slovar' russkoj frazeologičeskoj terminologii. München, 1993. ISBN 3-87690-524-9. 136 S.
96. KACALA, Ján (Hrsg.): A reader in Slovak linguistics. Studies in semantics. München, 1992. ISBN 3-87690-523-0. 329 S.
95. GORBAČEVSKIJ, Nikita I.: Slovar' drevnjago aktovago jazyka Severo-zapadnago kraja i Carstva Pol'skago. Wörterbuch der alten Urkundensprache des Großfürstentums Litauen und des Königreichs Polen. Nachdruck der Ausgabe Vil'na 1874. München, 1992. ISBN 3-87690-522-2. 397 S.
94. BYKOV, Vladimir B.: Russkaja fenja. Slovar' sovremennogo interžargona asocial'nych ėlementov. München, 1992. ISBN 3-87690-476-5. 173 S.
93. HORBATSCH, Olexa (Hrsg.): Epitome praeceptorum rhetoricorum. Die lateinische Schulrhetorik des Basilianerordens aus d. J. 1764. Nachdruck der Ausgabe Počajiv 1764. München, 1992. ISBN 3-87690-475-7. 3, 253 S.
92. VINCENZ, André de, u.a. (Hrsg.): Göttinger Studien zu Wortschatz und Wortbildung im Polnischen. München, 1991. ISBN 3-87690-474-9. 211 S.
91. JEDLIČKA, Alois: Josef Jungmann a obrozenská terminologie literárně vědná a linguistická. Nachdruck der Ausgabe Praha, Nákl. České Akad. Věd a Umění, 1948. München, 1991. ISBN 3-87690-473-0. 106 S.
90. CARRIER, Capucine: Trediakovskij und die "Argenida". Ein Vorbild, das keines wurde. München, 1991. ISBN 3-87690-500-1. 330 S.
89. DERGAČEVA, Irina V.: Stanovlenie povestvovatel'nych načal v drevnerusskoj literature XV - XVII vekov (na materiale sinodika). München, 1990. ISBN 3-87690-438-2. 207 S.
88. VOZNJAK, Mychajlo S.: Hramatyka Lavrentija Zyzanija z 1596 r. Nachdruck der Ausgabe Lemberg 1911. München, 1990. ISBN 3-87690-436-6. 87 S.
87. FREIDHOF, Gerd (Hrsg.): Sowjetische Beiträge zum Wortspiel (Ščerbina, Chodakova). Mit einer Aufsatzstudie von Gerd Freidhof. München, 1989. ISBN 3-87690-435-8. 219 S.
86. FREIDHOF, Gerd: Ausgewählte Vorträge zur slawischen Philologie 1981-1986. München, 1989. ISBN 3-87690-434-X. 110 S.
85. VLADIMIROV, Petr V.: Doktor Francisk Skorina. Ego perevody, pečatnyja izdanija i jazyk. Nachdruck der Ausgabe SPb. 1888. München, 1989. ISBN 3-87690-432-3. 351 S.
84. KOSCHMAL, Walter (Hrsg.): Russkija narodnyja kartinki. Sobral i opisal D. Rovinskij. Nachdruck der Ausgabe SPb. 1881. München,1989. ISBN 3-87690-431-5. 301 S.
83. BULIČ, Sergej K.: Očerk istorii jazykoznanija v Rossii. T. I (XIII v.-1825 g.). Nachdruck der Ausgabe SPb. 1904. Nachdruck und Nachwort von Helmut Keipert. München, 1989. ISBN 3-87690-430-7. XI, 1248, VII S.
82. FREIDHOF, Gerd: Ausgewählte Vorträge zur slawischen Philologie 1976-1981. München, 1989. ISBN 3-87690-429-3. 108 S.
81. KNJAZEV, Jurij P.: Akcional'nost' i statal'nost'. Ich sootnošenie v russkich konstrukcijach s pričastijami na -n, -t. München, 1989. ISBN 3-87690-407-2. 271 S.
80. EGGELING, Wolfram; SCHNEIDER, Martin: Der russische Werther. Analysen und Materialien zu einem Kapitel deutsch-russischer Literaturbeziehungen. München, 1988. ISBN 3-87690-405-6. 128 S.
79. POLIKARPOV, Fedor: Leksikon trejazyčnyj. Dictionarium trilingue. Nachdruck der Ausgabe Moskva 1704. Nachdruck und Einleitung von Helmut Keipert. München, 1988. ISBN 3-87690-404-8. 806 S.
78. MÜNSTER, Sebastian: Kozmograffia Cžeská Teil 2. Nachdruck der Ausgabe Praha 1554. In Auswahl nachgedruckt und eingeleitet von Gerd Freidhof. München, 1988. ISBN 3-87690-403-X. 158 S.
77. FLOROVSKIJ, Antonij V.: Češskaja biblija v istorii russkoj kul'tury i pis'mennosti. Neudruck der Ausgabe Praha 1946. München, 1988. ISBN 3-87690-402-1. S. 154-258.
76. HORBATSCH, Olexa (Hrsg.): Adelphotes. Die erste gedruckte griechisch-kirchenslavische Grammatik. Nachdruck der Ausgabe L'viv-Lemberg 1591. München, 1988. ISBN 3-87690-401-3. 226, 182 S.
75. GIRKE, Wolfgang: Studien zum adjektivischen Attribut im Russischen. München, 1988. ISBN 3-87690-399-8. 188 S.
74. BELINSKIJ, Vissarion G.: Osnovanija russkoj grammatiki. Teil 1: Grammatika analitičeskaja (ėtimologija). Nachdruck der Ausgabe Moskva 1837. Nachdruck und Aufsatzstudie von Gerd Freidhof. München, 1988. ISBN 3-87690-398-X. 121 S.
73. MÜNSTER, Sebastian: Kozmograffia Cžeská Teil 1. Nachdruck der Ausgabe Praha 1554. In Auswahl nachgedruckt und eingeleitet von Gerd Freidhof. München, 1988. ISBN 3-87690-368-8. 200 S.
72. BABIACZYK, Adam: Lexikon zur altpolnischen Bibel 1455. Nachdruck der Ausgabe Breslau 1906. München, 1988. ISBN 3-87690-367-X. 354 S.
71. ROBERTS, Christopher B. (Hrsg.): The Slavonic Calvinist Reading-Primer in Trinity College Dublin Library. Teil 2: Word-list to the confesssion and catechism. München, 1987. ISBN 3-87690-362-9. 89 S.
70. SOHIER, Jean: Grammaire et méthode Russes et Françoises 1724. Teil 2. Faks. der Ausgabe 1724. München, 1987. ISBN 3-87690-365-3. 432 S.
69. SOHIER, Jean: Grammaire et méthode Russes et Françoises 1724. Teil 1. Faks. der Ausgabe 1724. München, 1987. ISBN 3-87690-364-5. 453 S.
68. LEJTES, Aleksandr M.; JAŠEK, Mykola F. (Hrsg.): Desjat' rokiv ukrajins'koji literatury 1917-1927. Zehn Jahre sovjetukrainischer Literatur. Teil 2: Orhanizacijni ta ideolohični šljachy ukrajins'koji radjans'koji literatury. Literarische Gruppierungen der Sovjetukraine in den Jahren 1917-27 und ihre Programmanifeste. Nachdruck der Ausgabe Charkiv 1928. München, 1986. ISBN 3-87690-351-3. 436 S.
67. LEJTES, Aleksandr M.; JAŠEK, Mykola F. (Hrsg.): Desjat' rokiv ukrajins'koji literatury 1917-1927. Zehn Jahre sovjetukrainischer Literatur. Teil 1: Bio-bibliohrafičnyj. Biobibliographische Übersicht der sovjetukrainischen Literatur. Nachdruck der Ausgabe Charkiv 1928. München, 1986. ISBN 3-87690-350-5. 671 S.
66. TUWIM, Julian: Pegaz dęba. Nachdruck der Ausgabe Warszawa 1950. München, 1986. ISBN 3-87690-339-4. 427 S.
65. BULIČ, Sergej K.: Čerkovnoslavjanskie ėlementy v sovremennom literaturnom i narodnom russkom jazyke. Nachdruck. Nachwort von Peter Kosta. Nachdruck der Ausgabe SPb. 1893. München, 1986. ISBN 3-87690-338-6. 409, VII S.
64. BAUR, Rupprecht S. (Hrsg.): Materialien zur Landeskunde der Sowjetunion. Teil 2: Literatur und Landeskunde im Russischunterricht. München, 1986. ISBN 3-87690-336-X. 122 S.
63. KOSCHMAL, Walter (Hrsg.): Igry narodov SSSR M.-L. 1933. Nachdruck der Ausgabe Moskva 1933. München, 1987. ISBN 3-87690-335-1. 131 S.
62. SCHNEIDER, Martin; SCHNEIDER, Monika: Klassische und moderne Literatur im Russischunterricht. Zwei Unterrichtsreihen zu Čechov und Aksenov. München, 1986. ISBN 3-87690-328-9. 125 S.
61. ROBERTS, Christopher B. (Hrsg.): The Slavonic Calvinist Reading-Primer in Trinity College Dublin Library. Teil 1. München, 1986. ISBN 3-87690-327-0. 192 S.
60. HULÁKOVSKÝ, Jan M.: Abbreviaturae vocabulorum usitatae in scripturis praecipue Latinis medii aevi, tum etiam Slavicis et Germanicis. Nachdruck der Ausgabe Pragae 1852. München, 1988. ISBN 3-87690-305-X. 78 S.
59. HORBATSCH, Olexa (Hrsg): Jaroslav Hordyns’lyj. Literaturna krytyka pidsovjets'koji Ukrajiny. Ein Abriss der Literaturkritik in der Sovjetukraine der 1920-30er Jahre. Nachdruck der Ausgabe L'viv-Lemberg 1939. München, 1985. ISBN 3-87690-303-3. 134 S.
58. ČERVINS'KA, L. F.; DYKUJ, A. T.: Pokažčyk z ukrajins'koji movy. Materialien zu einer ukrainischen sprachwissenschaftlichen Bibliographie bis zum Jahr 1929. Hrsg. und eingel. von Olexa Horbatsch. Nachdruck der Ausgabe Charkiv 1929-1930. München, 1985. ISBN 3-87690-296-7. 290 S.
57. LANGER, Gudrun: Die Bewertung des Barock in der tschechischen und österreichischen Literaturgeschichtsschreibung des 18. Jahrhunderts. München, 1984. ISBN 3-87690-292-4. 92 S.
56. NOVÁK, Karel: Slovník k českým spisu̇m Husovým. Nachdruck der Ausgabe Praha 1934. Nachdruck besorgt von Gerd Freidhof. München, 1984. ISBN 3-87690-239-8. 221 S.
55. LOSEV, Aleksej F.: Dialektika chudožestvennoj formy. Studie von Alexander Haardt. Hrsg. u. eingel. von Michael Hagemeister. Nachdruck der Ausgabe Moskva 1927. München, 1983. ISBN 3-87690-236-3. 250 S.
54. BAUR, Rupprecht S. (Hrsg.): Materialien zur Landeskunde der Sowjetunion. Teil 1: Landeskunde im Russischunterricht. München, 1983. ISBN 3-87690-235-5. 182 S.
53. SCHÜTRUMPF, Michael (Hrsg.): Rossijskaja grammatika Spb. 1892. Nachdruck der Ausgabe SPb. 1802. München, 1983. ISBN 3-87690-234-7. 355 S.
52. ROSA, Václav J.: Čechořečnost seu grammatica linguae Bohemicae. Hrsg. von Jiří Marvan. Nachdruck der Ausgabe Micro-Pragae 1672. München, 1983. ISBN 3-87690-233-9. 520 S.
51. MURAV'EV, Valerian N.: Ovladenie vremenem. Nachdruck der Ausgabe Moskva 1924, nebst einer einführenden Studie von Michael Hagemeister. München, 1983. ISBN 3-87690-231-2. 127 S.
50. DANIČIĆ, Đuro: Mala srpska gramatika. Die Vorlage enthält insgesamt 2 Werke Oblici srpskoga jezika. Nachdruck der Ausgabe U Beču 1850, mit einem Nachwort von Božo Ćorić. München, 1983. ISBN 3-87690-232-0. 214 S.
49. VONDRÁK, Václav S.: O původu Kijevských listů a pražských zlomků a o bohemismech v starších cirkevně-slovanských památkách vůbec. Nachdruck der Ausgabe Praha 1904. München, 1982. ISBN 3-87690-230-4. 114 S.
48. WEISMANN, Erich: Weismanns Petersburger Lexikon von 1731. Teil 3: Grammatischer Anhang. Nachdruck der Ausgabe SPb. 1731. München, 1983. ISBN 3-87690-204-5. 48 S.
47. WEISMANN, Erich: Weismanns Petersburger Lexikon von 1731. Teil 2. Nachdruck der Ausgabe SPb. 1731. München, 1983. ISBN 3-87690-204-5. S. 395-788.
46. WEISMANN, Erich: Weismanns Petersburger Lexikon von 1731. Teil 1. Nachdruck der Ausgabe SPb. 1731. München, 1982. ISBN 3-87690-204-5. 394 S.
45. EISMANN, Wolfgang u.a.: Literatur im Russischunterricht. Bestandsaufnahme, Empfehlungen und Bibliographie für den Russischlehrer. München, 1982. ISBN 3-87690-206-1. 154 S.
44. BALICKIJ, Ivan I.: Materialy dlja istorii slavjanskago jazykoznanija. Nachdruck der Ausgabe Kiev 1876 besorgt von Peter Kosta. München, 1982. ISBN 3-87690-205-3. 83 S.
43. VINTR, Josef: Einführung in das Studium des Tschechischen: sprachwissenschaftliche Grundbegriffe. Materialien zum Curriculum der west- und südslawischen Linguistik 8. München, 1982. ISBN 3-87690-203-7. 143 S.
42. KUL‘MAN, Nikolaj K.: Iz istorii russkoj grammatiki. Nachdruck der Ausgabe Petrograd 1917 besorgt von Peter Kosta. München, 1982. ISBN 3-87690-202-9. 105 S.
41. SCHÜTRUMPF, Michael (Hrsg.): Kratkija pravila rossijskoj grammatiki. Nachdruck der Ausgabe Moskva 1773 nebst einer Aufsatzstudie von Michael Schütrumpf. München, 1982. ISBN 3-87690-201-0. 103 S.
40. KOSTA, Peter: Eine russische Kosmographie aus dem 17. Jahrhundert. Sprachwissenschaftliche Analyse mit Textedition und Faksimile. München, 1982. ISBN 3-87690-200-2. 471 S.
39. LEHMANN, Volkmar: Sprachwissenschaftliche Grundbegriffe für Russisten. Notizen und Materialien zur russistischen Linguistik 8. München, 1984. ISBN 3-87690-199-5. 224 S.
38. RODDE, Jacob: Russische Sprachlehre. Nachdruck der Ausgabe Riga 1773. Nachdruck besorgt von Gerd Freidhof und Bernd Scholz. München, 1982. ISBN 3-87690-198-7. 248 S.
37. RASSUDOVA, Ol'ga P.: Upotreblenie vidov glagola v russkom jazyke. Notizen und Materialien zur russistischen Linguistik 7. Nachdruck der Ausgabe Moskva 1968. München, 1981. ISBN 3-87690-197-9. 139 S.
36. POGAČNIK, Jože (Hrsg.): Slowenische Texte aus dem 17. und 18. Jh. Materialien zum Curriculum der West- und Südslawischen Linguistik 7. München, 1981. ISBN 3-87690-192-8. 125 S.
35. KURASZKIEWICZ, Władysław: Historische Grammatik der polnischen Sprache. Materialien zum Curriculum der West- und Südslawischen Linguistik 6. München, 1981. ISBN 3-87690-190-1. 200 S.
34. ŠIMEK, František: Slovníček staré češtiny. Materialien zum Curriculum der West- und Südslawischen Linguistik 5. Nachdruck der Ausgabe Praha, Matice česká, Orbis, 1947. München, 1981. ISBN 3-87690-191-X. 110 S.
33. DANIČIĆ, Đuro: Istorija oblika srpskoga ili hrvatskoga jezika do svršetka XVII vijeka. Geschichte der Form der serbischen oder kroatischen Sprache bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. Nachdruck der Ausgabe Biograd, Državne Štamparije, 1874. München, 1981. ISBN 3-87690-189-8. 398 S.
32. SCHÜTRUMPF, Michael (Hrsg.): Kratkija pravila rossijskoj grammatiki. Nachdruck der Ausgabe Moskva, 1784. München, 1980. ISBN 3-87690-188-X. 250 S.
31. FREIDHOF, Gerd (Hrsg.): Slowenische Texte aus der Reformationszeit. Materialien zum Curriculum der west- und südslawischen Linguistik 4. Nachdruck besorgt von Gerd Freidhof. Mit einem Nachwort von Jože Pogačnik. München,1981. ISBN 3-87690-174-X. 142 S.
30. FREIDHOF, Gerd (Hrsg.): Notizen und Materialien zur russistischen Linguistik 6. Frankfurt am Main, München, 1981. ISBN 3-87690-178-2. 158 S.
29. BAUR, Rupprecht S.: Die Verben der Fortbewegung im Russischen. Eine Unterrichtseinheit. Notizen und Materialien zur russischen Linguistik 5. München, 1980. ISBN 3-87690-177-4. 86 S.
28. FREIDHOF, Gerd: Quantifizierungen im medizinischen Fachwortschatz. Studien zu Fachwortschatzsystemen der süd- und westslawischen Sprachen 1. München, 1980. ISBN 3-87690-176-6. 97 S.
27. LOMONOSOV, Michail V.: Russische Grammatick. Aus dem Russischen übersetzt von Johann Lorenz Stavenhagen. Nachdruck der Ausgabe SPb. 1764. München, 1980. ISBN 3-87690-175-8. 380 S.
26. ZYZANIJ, Lavrentij: Hramatika slovenska. Hrsg. u. eingel. von Gerd Freidhof. Zweite, um das Faksimile erw. Aufl. Wilna 1596. Frankfurt am Main, München, 1980. ISBN 3-87690-173-1. 189 S.
25. FREIDHOF, Gerd (Hrsg.): Texte zur Geschichte der serbokroatischen und slowenischen Sprache. Materialien zum Curriculum der west- und südslawischen Linguistik 3. München, 1979. ISBN 3-87690-172-3. 167 S.
24. KLEMISCH, Lothar: Die antikisierenden Tragödien A. N. Gruzincevs. Studien zur spätklassizistischen Tragödie in Rußland. München, 1979. ISBN 3-87690-171-5. 246 S.
23. FREIDHOF, Gerd (Hrsg.): Texte zur Geschichte der polnischen und tschechischen Sprache. Materialien zum Curriculum der West- und Südslawischen Linguistik 2. München, 1979. ISBN 3-87690-170-7. 110 S.
22. MATHESIUS, Vilém: Čeština a obecný jazykozpyt. Materialien zum Curriculum der West- und Südslawischen Linguistik 1. Teilnachdr. mit neuem Anh. d. Ausg. Prag 1947. München, 1979. ISBN 3-87690-169-3. 200 S.
21. FREIDHOF, Gerd (Hrsg.): Die Briefe an die Römer, Korinther, Galater und Epheser. Gennadius-Bibel (1499) Teil 2. Kombinierter Teilnachdr. der Ausg. Drevne-Slavjanskij Apostol 1-5 (ed. G. Voskresenskij), Sergiev Posad 1892, 1906, 1908. Frankfurt am Main, München, 1979. 71 S.
20. KURKA, Antoni: Słownik mowy złodziejskiej. Polnische Gaunersprache 2. Hrsg. und eingel. von Olexa Horbatsch. Nachdruck der Ausgabe 3 Wyd. Lwów 1907. Frankfurt am Main, München, 1979. 126 S.
19. ESTREICHER, Karol: Szwargot wie̜zienny. Polnische Gaunersprache 1. Hrsg. und eingel. von Olexa Horbatsch. Nachdruck der Ausgabe Kraków 1903. Frankfurt am Main, München, 1979. 177 S.
18. HORBATSCH, Katerina: Die russischen und ukrainischen Volkserzählungen von Marko Vovčok. Frankfurt am Main, München, 1978. 140 S.
17. SCHÜTRUMPF, Michael; KRIŽANIĆ, Juraj: Das Gramatično izkazanje ob russkom jeziku von Juraj Križanić. Aufbau und Vergleich mit Smotryc'kyjs kirchenslavischer Grammatik. Frankfurt am Main, München, 1978. 72 S.
16. BEC, Vańka: Bosjackij slovaŕ. Russische Gaunersprache 1. Hrsg. u. eingel. von Olexa Horbatsch. Nachdruck der Ausgabe Odessa 1903. Frankfurt am Main, München, 1982. 128 S.
15. FREIDHOF, Gerd: Kasusgrammatik und lokaler Ausdruck im Russischen. Beiträge zur Kasusgrammatik der slawischen Sprachen 1. München, 1978. ISBN 3-87690-152-9. 373 S.
14. KILBY, David A.: Deep and superficial cases in Russian. Beiträge zur Kasusgrammatik der slawischen Sprachen 2. Frankfurt am Main, München, 1977. 186 S.
13. MERZLJAKOV, Aleksej F.: Kratkoe načertanie teorii izjaščnoj slovesnosti. Neu hrsg. und eingel. v. Gerhard Giesemann. Nachdruck der Ausgabe Moskva 1822. München, 1977. 328 S.
12. FREIDHOF, Gerd (Hrsg.): Notizen und Materialien zur russistischen Linguistik 4. Frankfurt am Main, München, 1977. 221 S.
11. SMOTRYĆKYJ, Maksym H.: Hrammatiki ili pismennica jazyka sloven'skaho (Kremjaneć 1638). Eine gekürzte Fassung der kirchenslavischen Grammatik von Meletij Smotryćkyj. Hrsg. und eingel. von Olexa Horbatsch. Frankfurt am Main, München, 1977. 120 S.
10. KRIŽANIĆ, Juraj: Gramatično izkazanje ob ruskom jeziku (1666). Nachdruck der Erstausgabe von 1848/59, besorgt von Gerd Freidhof. München, 1976. 256 S.
9. FREIDHOF, Gerd (Hrsg.): Notizen und Materialien zur russistischen Linguistik 3. Frankfurt am Main, München, 1975. 154 S.
8. MATHAUSER, Zdenek: Die Spirale der Poesie: die russische Dichtung seit 1945. Übers. u. Anh. von Bernd Scholz. Frankfurt am Main, München, 1975. 182 S.
7. OPTÁT, Beneš; GZEL, Petr; PHILOMATES, Václav: Grammatyka česká. Die Ausgaben von 1533 und 1588. Hrsg. u. eingel. von Gerd Freidhof. Frankfurt am Main, München, 1974. 110 S.
6. FREIDHOF, Gerd (Hrsg.): Notizen und Materialien zur russistischen Linguistik 2. München, 1974. 125 S.
5. FREIDHOF, Gerd (Hrsg.): Der Psalter. Gennadius-Bibel (1499) Teil 1. Frankfurt am Main, München, 1974. 83 S.
4. SMOTRYĆKYJ, Meletij: Hrammatiki slavenskija pravilnoe syntagma. Kirchenslavische Grammatik. Hrsg. u. eingel. von Olexa Horbatsch. Nachdruck der Erstausgabe Jevje 1619. Frankfurt am Main, München, 1974. 280 S.
3. FREIDHOF, Gerd (Hrsg.): Notizen und Materialien zur russistischen Linguistik 1. München, 1973. 101 S.
2. ADELPHOTES: die erste gedruckte griechisch-kirchenslavische Grammatik, L'viv-Lemberg 1591. Hrsg. und eingel. von Olexa Horbatsch. Frankfurt am Main, München, 1973. 217 S.
1. ZYZANIJ, Lavrentij I.: Grammatika slovenska|Hrammatika slovenska. - Wilna 1596. Hrsg. u. eingel. von Gerd Freidhof. Frankfurt am Main, München, 1972. 93 S.
Specimina Philologiae Slavicae - Supplementbände
73. GOLETIANI, Liana: Kommunikativnaja neudača v dialoge. Na materiale russkogo i ukrainskogo jazykov. München, 2003. ISBN 3-87690-849-3. 412 S.
Die Verfasserin versucht, in ihrer Dissertation das in der Russistik von E.A. Zemskaja aufgenommene Problem des kommunikativen Misslingens in einer theoretisch orientierten Arbeit taxonomisch und funktional zu entfalten und die jeweiligen Kategorien mit Belegen aus russischen und ukrainischen Dialogen zu dokumentieren. Neben allgemeinen Fragen zur Dialogtheorie, Unterscheidungen im Bereich von Verstehen, Teilverstehen, Missverstehen stehen die folgenden Teilfragen im Vordergrund: Kommunikatives Misslingen auslösende Initialrepliken; Kommunikatives Misslingen aufdeckende Repliken; Kommunikatives Misslingen beseitigende Repliken. Ein wichtiges Ergebnis der Arbeit ist auch, dass die Grundrepliken, die zunächst als sprachlicher Grundmechanismus zu verstehen sind, viele modale subjektive Bedeutungen aufweisen.
72. ANSTATT, Tanja; HANSEN, Björn (Hrsg.): Entwicklungen in Slavischen Sprachen 2. Für Volkmar Lehmann zum 60. Geburtstag von seinen Schülerinnen und Schülern. München, 2003. ISBN 3-87690-830-2. 303 S.
Der Sammelband "Entwicklungen in slavischen Sprachen 2" knüpft an einen vorausgegangenen Band des gleichen Titels an. Die versammelten Arbeiten beschäftigen sich mit der Veränderung von sprachlichen Funktionen in Diachronie, Erstspracherwerb und Synchronie. Objektsprache ist überwiegend das Russische, in einzelnen Artikeln auch das Tschechische, Polnische und Serbische/Kroatische. Aus dem Bereich der Diachronie enthält der Band Artikel zu folgenden Themen: Entwicklung der Präpositionalkasus, Folgen der Diachronie in der Synchronie, Modalität in Birkenrindentexten, Frequenz und qualitative sprachliche Veränderung, Rekonstruktion des historischen Scripts des Brunnentrinkens. Aus der Erstspracherwerbsforschung finden sich Arbeiten zu Raum und Zeit im Aspekterwerb und zur Entwicklung von Verb-Argument-Strukturen. Diachronie und Erstspracherwerb werden in einem Artikel zur Entwicklung von Ausdrücken für mentale Vorgänge verglichen. Die synchron orientierte Arbeiten befassen sich u.a. mit der funktionalen Beschreibung suffixaler Wortbildung, der Motiviertheit von Komposita, mit Genus- und Belebtheitsalternationen bei Substantiven sowie mit Verbderivaten.
71. ARNOLD, Hubert: Sprache und Struktur altserbischer Privilegienurkunden aus dem 12. bis 16. Jahrhundert. München, 2002. ISBN 3-87690-829-9 559 S.
Dieses Werk behandelt die Sprache und die Textstruktur von Privilegienurkunden aus dem serbokroatischen Sprachbereich aus der Zeit des 12. bis 16. Jahrhunderts. Aussteller sind die Herrscher der damaligen um Dubrovnik liegenden Staaten (z.B.: Zar Stefan Dusan von Serbien, König Stefan Tvrtko von Bosnien). Auf einer breiten Materialgrundlage entwickelt der Autor die erste umfassende, systematische Analyse der sprachhistorischen und dialektalen Verhältnisse des Serbokroatischen zu der Zeit. Darüber hinaus zeigt ein textlinguistischer Teil intertextuelle Zusammenhänge auf. Durch die Übersetzung der 84 untersuchten Urkunden ins Deutsche kann die Arbeit auch für Historiker und Mediävisten ohne die entsprechenden Sprachkenntnisse von Interesse sein.
70. BURKHARDT, Doris: Konsekutive und konklusive Konnexionen aus funktional-semantischer Sicht. Bausteine einer transphrastischen Grammatik des Russischen. München, 2002. ISBN 3-87690-827-2. 259 S.
In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, am Beispiel konsekutiver Konnexionen (im Russischen) die Frage zu beantworten, unter welchen Voraussetzungen semantische Relationen, die sprachlich als Konnexionen realisiert sind, linguistisch adäquat beschrieben werden können. (Mit "linguistisch adäquat" ist gemeint, daß die Beschreibung einen theoretischen Rahmen für die Feststellung sprachlicher Kategorisierung und für die Untersuchung einzelsprachlich realisierter Konnektoren bereitstellt.) Konsekutive und konklusive Konnexionen sind dafür aus mehreren Gründen geeignet: so muß für ´die Kausalität´, die gleichzeitig Gegenstand verschiedener nicht-linguistischer Disziplinen ist, ein linguistisches Profil erarbeitet werden, das aus der Verbindung der Frage nach dem kategorialen ´der Kausalität´ mit der Beschreibung sprachlicher Kategorisierung entsteht. (Insofern erfordert die gewählte Fragestellung grundsätzliche Überlegungen zum Kategorienproblem und ist unter diesem Aspekt auch für Kollegen aus anderen Fächern von Interesse.) Bei der Arbeit geht es um eine Habil-Schrift der Universität Mainz.
69. UNRATH-SCHARPENACK, Katrin: Illokutive Strukturen und Dialoganalyse. Eine dialogisch begründete und erweiterte Sprechakttheorie basierend auf Untersuchungen zur neueren tschechischen narrativen Prosa. München, 2000. ISBN 3-87690-767-5. 837 S.
Die Arbeit verbindet die Untersuchung illokutiver Dialogstrukturen mit einem dialog-ethischen Konzept und demonstriert dies an einem umfangreichen tschechischen Corpus. Die Autorin stellt die These auf, daß die Gesprächshaltung von Kommunikanten erstens als illokutive Hyperstruktur fungiert und damit die illokutive Struktur von Gesprächen bestimmt und zweitens mit der Gesprächshaltung und den entsprechenden illokutiven Strukturen auch bestimmte Gesprächsresultate verbunden sind. Sie entwickelt eine detaillierte Sprechaktklassifikation für das Tschechische sowie ein auf der Dialogizität des Sprechaktes gründendes Instrumentarium zur Darstellung von Kohärenz- und Sequenzstrukturen, um ihre Thesen sowie ihr Konzept anhand der Analyse literarischer Dialoge zu verifizieren und demonstriert damit, auf welche Weise die Verknüpfung dialogphilosophischer und dialoganalytischer Theorien für die Dialoganalyse fruchtbar gemacht werden kann.
68. MANN, Elke: Persuasive Sprechhandlungen in Alltagsdialogen des Russischen. Unter besonderer Berücksichtigung ihrer Handlungsbedingungen. München, 2000. ISBN 3-87690-750-0. 294 S.
Gegenstand der Untersuchung sind persuasive Sprechhandlungen in alltäglichen Dialogen. Sie sind initiiert vom Willen, der Meinung, dem Wunsch oder dem Gefühl des (sprachlich) Handelnden, die Einstellungen, Meinungen, Wünsche, Gefühle oder das Handeln des Kommunikationspartners zu ändern. Mittels persuasiver Sprechhandlungen versucht der Adressant, gewaltfrei eine Einstellungsänderung beim Adressaten zu bewirken, die diesen zur Ausführung bzw. Unterlassung kommunikativer bzw. nicht-kommunikativer Handlungen veranlassen soll. Kap. I: Sprechhandlungstheoretische Dialoganalyse; Kap. II: Modellierung persuasiver Sprechhandlungen; Kap. III: Pragmatik der Persuasion, Kap. IV: Funktionen epistemischer Einstellungspartikeln im Satz und im persuasiven Dialog.
67. ANSTATT, Tanja; MEYER, Roland; SEITZ, Elisabeth (Hrsg.): Linguistische Beiträge zur Slavistik aus Deutschland und Österreich. VII. JungslavistInnen-Treffen Tübingen / Blaubeuren 1998. München, 1999. ISBN 3-87690-748-9. 290 S.
Der Sammelband enthält u.a. die folgenden Beiträge: T. Anstatt, Stativierung und die Nichtrealisierung des zweiten Arguments; U. Doleschal, "Milka", "Duracell" und andere adjektivische Wortungereimtheiten; R. Hammel, Überlegungen zur Beschreibung von Satzreparatur-Strategien; E. Hoffmann, Stereotype in der Werbung - Werbung mit Stereotypen; M. Krause, Zum kommunikativen Status von Wiederholungen im frühen Mutter-Kind-Dialog (am Material des Russischen); A. Levin-Steinmann, Die Rolle der Evidenz bei der Semantik und Pragmatik entsprechender Modalwörter (am Material des Dt., Bulg., Poln. und Russischen); I. Mendoza, Anmerkungen zum Gebrauch des Plurals im Russischen; A. Späth, Wahrheitsbedingungen und DP-Referenz im Russischen.
66. ANSTATT, Tanja (Hrsg.): Entwicklungen in slavischen Sprachen. München, 1999. ISBN 3-87690-702-0. 332 S.
Der Sammelband "Entwicklungen in slavischen Sprachen", der aus der Arbeit der gleichnamigen Arbeitsgruppe hervorgegangen ist, beschäftigt sich sowohl mit grundlegenden Prinzipien sprachlicher Entwicklung als auch mit Einzelfragen, die diese Prinzipien illustrieren. Grundlage aller Beiträge ist die Annahme, dass sich die Veränderungen sprachlicher Funktionen weitgehend mit kognitiv fundierten Operationen beschreiben und erklären lassen. Die einzelnen Beiträge haben folgende Themen zum Gegenstand: Die Entwicklung von Verb-Aktanten-Kombinationen vom Alt- zum Neurussischen (Tanja Anstatt); die Entwicklung von Binomina im Russischen (Anka Bergmann); die Entwicklung der Modalauxiliare im Polnischen (Björn Hansen); sprachliche Entwicklung als Expansion und Reduktion (Volkmar Lehmann); die Verbkategorie Granularität in altrussischen Birkenrindentexten (Doris Marszk); die Grammatikalisierung des russischen Aspekts (Julia Mende).Am Schluß des Bandes findet sich eine Zusammenfassung der Ergebnisse aller Artikel auf deutsch, russisch und englisch.
65. DOLESCHAL, Ursula; HOFFMANN, Edgar (Hrsg.): Linguistische Beiträge zur Slavistik. VI. JungslavistInnen-Treffen Wien 1997. München, 1999. ISBN 3-87690-722-5. 245 S.
Der Tagungsband Wien 1997 umfaßt insgesamt 13 Beiträge zur neueren Slavischen Sprachwissenschaft. In ihm findet sich wieder ein breites paradigmatisches Spektrum, das für die Generation dieser Gruppe von jüngeren Linguisten typisch ist - sowohl im Hinblick auf die vertretenen Sprachen (Russisch im Schwerpunkt, ferner Polnisch, Sorbisch, Serbo-Kroatisch, Tschechisch) als auch hinsichtlich der Thematik (Epistemische Modalität, Werbekommunikation, Kontaktlinguistik, Dialoganalyse, Temporalität u.a.m.). Zwei Beiträge sind älteren Sprachzuständen gewidmet (Kiewer Blätter, Katharinenlegende).
64. GIRKE, Wolfgang; GUSKI, Andreas; KRETSCHMER, Anna (Hrsg.): Vertograd Mnogocvetnyj. Festschrift für Helmut Jachnow. München, 1999. ISBN 3-87690-723-3. 310 S.
Die Festschrift ist H. Jachnow zum 60. Geburtstag am 6.2.99 gewidmet. Als Berliner Schüler Max Vasmers und Norbert Reiters komm er von der historisch-vgl. Sprachwissenschaft; seit den frühen 70er Jahren hat er dann jedoch maßgeblich zur Durchsetzung soziolinguistischer und strukturalistischer Methoden in der dt. Slavistik beigetragen. Autoren: T. Berger, K. Eimermacher, H. Faßke, G. Freidhof, W. Girke, A. Guski, K. Hartenstein, R. Harweg, H. Keipert, S. Kempgen, S. Kordic, P. Kosta, A. Kretschmer, J. Kristophson, W. Lehfeldt, V. Lehmann, N.B. Meckovskaja, H.R. Mehlig, B. Norman, B.A. Plotnikav, R. Rathmayr, C. Sappock, A.E. Suprun, K. Tafel, D. Weiss, M. Wingender. Am Ende des Bandes findet sich das Schriftenverzeichnis von H. Jachnow.
63. GRIMM, Anja: Reformulierungen in der Sprache der Geisteswissenschaften. Untersuchungen zu linguistischen, literaturwissenschaftlichen und rezensierenden russisschen Texten. München, 1999. ISBN 3-87690-721-7. 550 S.
Die Reformulierung ist elementarer Bestandteil menschlicher Kommunikation. Hier gilt es nun, Sie als kongnitive, verbale und kommunikative Fähigkeit darzustellen und zu zeigen, daß Reformulieren auf der mentalen Ebene beginnt, wo Wissen gespeichert und in einem ständigen Prozeß aktualisiert, d.h. reformuliert wird, und da, wo ein Rezipient eine geäußerte (Re-) Formulierung liest oder hört, noch lange nicht endet. Reformulierungen werden im Sinne dieser Arbeit in zwei Grundformen differenziert - Paraphrasen und Korrekturen, die hier als Um- bzw. Neuformulierungen definiert werden. Des weiteren wird zwischen Reformulierungen als Text- und Äußerungsstrukturen unterschieden. Die syntaktische und semantische Vielfalt wird anhand unterschiedlicher struktureller und funktionaler Überlegungen verdeutlicht. Als Corpus dienen linguistische, literaturwissenschaftliche und rezensierende russische Texte.
62. KRETSCHMER, Anna: Zur Geschichte des Schriftrussischen. Privatkorrespondenz des 17. und frühen 18. Jahrhundert. München, 1998. ISBN 3-87690-688-1. 304 S.
Die Arbeit befaßt sich mit der Sprachsituation und Sprachentwicklung im 17. - frühen 18. Jh., einer Epoche, die noch immer zu den am wenigsten aufgearbeiteten in der Geschichte des Schrift- und Standardrussischen gehört. Am Material eines umfangreichen Korpus einer linguistisch erst wenig erforschten Textsorte (Privatbrief) und vor dem Hintergrund einer breit angelegten kritischen Übersicht der entsprechenden Fachdiskussion wird u. a. die Bedürftigkeit der These Issatschenkos von der Zäsur in der Geschichte des Schriftrussischen zur petrinischen Zeit nachgewiesen. Die Analyse umfaßt neben den eigentlichen linguistischen auch textologische und diverse soziolinguistische Parameter. Als Verleichsgrundlage dient ein größeres Korpus von Texten unterschiedlicher Genres aus dem 16. - späten 18. Jh. (u. a. "Domostroj", Kotosichins Bericht, Bittschriften, petrinischer Roman, Privatbriefe aus katharinischer Zeit).
61. KUSSE, Holger: Konjuktionale Koordination in Predigten und politischen Reden. Dargestellt an Belegen aus dem Russischen. München, 1998. ISBN 3-87690-689-X. 523 S.
Die Untersuchung geht am Beispiel der Verwendungsweisen und argumentativen Funktionen koordienierender Konjuktionen im Russischen der Frage nach, inwieweit Diskurs-und Textsortenspezifiken auch der mikrostrukturellen Ebenen von texten nachweisbar sind. Das Interesse der Arbeit ist vornehmlich auf die Entwicklung von Methoden gerichtet, mit denen der Zusammenhang von Diskurs, Textsorte und (konjuktionaler) Mikrostruktur gezeigt und beschrieben werden kann. Verglichen werden Predigten und politische Reden in Rußland von der Mitte des 19. bis in die neunziger Jahre unseres Jahrhunderts, zwei Textsorten also, die beide dem oratorischen Genre, aber zwei unterschiedlichen Diskursen angehören und in unterschiedlichen Kommunikationssituationen realisiert werden. Der Gang der Untersuchung bewegt sich von der größeren Einheit (Diskurse und Textsorten) zur kleineren (Konjunktionen) und gliedert sich in fünf große Abschnitte: I. EINLEITUNG. II. DISKURSE: Darstellung der Besonderheiten des politischen und religiösen Diskurses. III. TEXTSORTEN: Grundlagen zur Beschreibung öffentlicher Reden in der Verbindung von Rhetorik, Textlinguistik und Funktionalstilistik. Beschreibung von Predigt und politischer Rede als Textsorten. IV. KONJUNKTIONEN: Bestimmung der invarianten Bedeutungen koordinierender Konjunktionen und Untersuchung ihrer möglichen Verwendungsweisen in Texten. V. ARGUMENTATIONEN: Beschreibung der argumentativen Funktionen von Konjunktionen auf der Basis regelhafter Argumentationsformen und der Topik.
60. KIKLEVIČ, Aleksandr K.: Jazyk i logika. Lingvističeskie problemy kvantifikacii. München, 1998. ISBN 3-87690-687-3. 298 S.
Die Göttinger Dissertation ist ein Beitrag zur Erforschung des Kontaktes von polnischer Sprache und Kultur mit Mittel- und Westeuropa. Dies geschieht durch die Darstellung eines Teiles der lexikalischen Lehnbeziehungen des Polnischen. Grundlage der Untersuchung ist ein Korpus von Texten des polnischen Barocks aus dem 17. Jahrhundert. Im Mittelpunkt der Erörterung stehen die italienischen und die französischen Lehnwörter. Die Darstellung der Ergebnisse der Untersuchung gliedert sich in einen analytischen Teil, in dem in Form eines Wörterbuchs das einzelne Lehnwort betrachtet wird, und in einen synthetischen Teil, in dem das Wortkorpus als Ganzes in den Blick genommen wird. Neben dem theoretischen Rahmen bilden auch die historischen Rahmenbedingungen eine wesentliche Voraussetzung für die Beurteilung des sprachlichen Materials.
59. WALSLEBEN, Albrecht: Romanische Lehnwörter in polnischen Texten des 17. Jahrhunderts. München, 1997. ISBN 3-87690-686-5. 394 S.
Die Göttinger Dissertation ist ein Beitrag zur Erforschung des Kontaktes von polnischer Sprache und Kultur mit Mittel- und Westeuropa. Dies geschieht durch die Darstellung eines Teiles der lexikalischen Lehnbeziehungen des Polnischen. Grundlage der Untersuchung ist ein Korpus von Texten des polnischen Barocks aus dem 17. Jahrhundert. Im Mittelpunkt der Erörterung stehen die italienischen und die französischen Lehnwörter. Die Darstellung der Ergebnisse der Untersuchung gliedert sich in einen analytischen Teil, in dem in Form eines Wörterbuchs das einzelne Lehnwort betrachtet wird, und in einen synthetischen Teil, in dem das Wortkorpus als Ganzes in den Blick genommen wird. Neben dem theoretischen Rahmen bilden auch die historischen Rahmenbedingungen eine wesentliche Voraussetzung für die Beurteilung des sprachlichen Materials.
58. SCHULZE, Jana; WERNER, Eduard (Hrsg.): Linguistische Beiträge zur Slavistik. V. JungslavistInnen-Treffen Bautzen 1996. München, 1997. ISBN 3-87690-680-6. 392 S.
Der Sammelband umfaßt ein breites Spektrum innerhalb der slavischen Sprachen, akzentuiert jedoch das Russische und Westslavische. Im Vordergrund stehen Probleme der neueren Sprachwissenschaft; ergänzend treten hinzu Fragen aus der Wissenschaftsgeschichte. Die Arbeiten zur neueren Sprachwissenschaft zeigen wiederum sehr unterschiedliche Paradigmen im Zentrum des Interesses: Sie reichen von systemlinguistischen Fragestellungen bis hin zu mehr interdisziplinärorientierten Beschreibungsansätzen. Insgesamt bietet der Sammelband ein repräsentatives Spektrum derjenigen Themen, die auf das Interesse der jüngeren Slavistengeneration in Deutschland treffen.
57. FLEISCHER, Michael: Weltbildgesteuerte Wirklichkeitskonstruktion Band 2. Aspekte russisher und polnischer Kultur (Beiträge zum Phänomen Weltbild). München, 1997. ISBN 3-87690-679-2. 252 S.
Der zweite Band der "Weltbildgesteuerten Wirklichkeitskonstruktion" versammelt neun, hauptsächlich anwendungsorientierte Beiträge über die Phänomene Weltbild und zeichenbedingte Konstruktion von Wirklichkeit/en und deren Auswirkungen auf verschiedene Kultursysteme. Eingangs werden - im Anschluß an den ersten Band - Normative und Ereigniskostrukte als für das funktionieren des Kultursystems wesentliche Objekte detailliert besprochen. Als nächstes stellt der Autor Ergebnisse einer empirischen Untersuchung über die Konstruktion von Raum und Zeit dar. Die analytischen Beiträge betreffen unterschiedliche Entitäten hauptsächlich der russischen, aber auch polnischen und deutschen Kultur. So werden Konstruktionselemente des tradierten Weltbildes am Beispiel russischer Sprichwörter und das russische Wetter als ein sprach- und kulturbedingtes Konstrukt wie auch die Funktionen des Weltbilds im religiösen Diskurs analysiert. Darüber hinaus wird vergleichend die kulturelle Bedeutung des Kollektivsymbols Freiheit im russischen, polnischen und deutschen Interdiskurs dargestellt wie auch das Konstrukt Romantik im russischen und polnischen Interdiskurs rekonstruiert.
56. GUSKI, Andreas; KOSNY, Witold (Hrsg.): Sprache - Text - Geschichte. Festschrift für Klaus-Dieter Seemann. München, 1997. ISBN 3-87690-677-6. 325 S.
Unter dem Titel der Festschrift haben sich Kollegen, Schüler und Freunde versammelt, deren Beiträge in ihrer thematischen und methodischen Vielfalt dem wissenschaftlichen Profil von K.-D. Seemann gerecht zu werden suchen, u.a. von P. Brang, K. Eimermacher, R. Fieguth, N. Franz, A. Guski, K. Gutschmidt, H. Jachnow, W. Kosny, R. Marti, H. Olschowsky, F. Otten, J.-U. Peters, N. Reiter, H. Rothe und G. Schubert.
55. HAMMEL, Robert: Die Entwicklung der Ausdrucksmittel der russischen Präsens- und Präteritalflexion. München, 1997. ISBN 3-87690-659-8. 356 S.
Die Arbeit stellt den Versuch dar, das von W. Lehfeldt entwickelte, bislang fast ausschließlich auf die synchrone Beschreibung der slavischen Verbflexion angewandte sog. analytisch - synthetisch - funktionale (ASF -) Verfahren für eine diachrone Untersuchung zu nutzen, nämlich für die Beschreibung der Entwicklung der russischen Präsens - und Präteritalflexion vom Zeitpunkt der Entstehung der ältesten altrussischen Sprachdenkmäler bis in die neurussische Zeit. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung der Ausdrucksmittel der verschiedenen Tempusbedeutungen, d.h. der Flexionsendungen, der morphonologischen Alternationen sowie des Akzents. Das ASF- Verfahren ermöglicht dabei eine systematische Darstellung dieser Ausdrucksmittel unter Berücksichtigung der Erkenntnisse über das Phonemsystem des Altrussischen und Altgroßrussischen sowie der neueren Untersuchungen auf dem Gebiete der historischen russischen Akzentologie. Die Arbeit bezieht darüber hinaus auch die in den letzten Jahrzehnten geleisteten Fortschritte auf dem Gebiete der diachronen Phonologie und der natürlichen Morphologie in die Beschreibung ein.
54. WIEMER, Björn: Diskursreferenz im Polnischen und Deutschen. Aufgezeigt an der narrativen Rede ein- und zweisprachiger Schüler. München, 1997. ISBN 3-87690-658-X. 418 S.
Das Ziel dieser Arbeit besteht in einer systematischen Ergründung von Kohärenzfunktionen sowohl auf prädikativer Ebene (Verknüpfung von Propositionen) wie auch auf der Ebene der Partizipation im satzübergreifenden Kontext (Definitheit, Anaphorik). Nach einer ausführlichen Diskussion temporalsemantischer und aspektrelevanter sowie für die kommunikative Satzgliederung zentraler Begriffe wird hier erstmalig eine konfrontative Verweismittel-Hierarchie für das Polnische und Deutsche systematisch begründet. Ferner wird kritisch zur Artikelproblematik polnischer Demonstrativpronomina Stellung bezogen. Im zweiten Teil werden die so gewonnenen Mittel der funktionalen Beschreibung auf mündliche und schriftliche Diskurse polnischer und deutscher ein- und zweisprachiger Schüler angewandt und dabei der Frage nachgegangen, ob und inwieweit das unterschiedliche Alter und der Faktor Sprachkontakt eine Rolle für Veränderungen in der sprachlichen Struktur monologischer Äußerungstypen nach sich zieht. Obwohl die Untersuchung vorrangig auf einen konfrontativen Vergleich des Polnischen mit dem Deutschen hinausläuft, wird die Betrachtung stark in einen allgemeinslavistischen und typologischen Hintergrund eingebettet. Sie ist damit vor allem auch für an russistischen Fragestellungen interessierte Leser gerichtet.
53. FAN, Yong: Nominale Mehrworttermini der russischen Fachsprache. München, 1997. ISBN 3-87690-657-1. 237 S.
Die Dissertation beschreibt die nominalen Mehrworttermini der russischen Fachsprache der Technik. Bei der Beschreibung steht die semantische Struktur im Vordergrund, die in Beziehung gesetzt wird zum syntaktischen Aufbau der Termini. Verf. versucht, die semantischen Interpretationen durch die Vernetzung der Beziehungen innerhalb der semantischen Konstruktionen zu erfassen. Diese bewußte Übertragung der Beziehungen auf die semantischen Interpretationen weist auf eine neue Thematik und Fragestellung in der Terminologieforschung hin. Trotz der theoretischen Orientierung der Arbeit operiert Verf. mit einer großen Fülle von Belegen.
52. SPÄTH, Andreas: Der Imperativsatz im Slowakischen mit Blick auf andere westslawische Sprachen. Syntax, Semantik und Pragmatik eines Satztyps. München, 1996. ISBN 3-87690-654-7. 173 S.
Die Arbeit bezieht die westslawischen Sprachen in die moderne Satzmodusforschung ein und stützt sich auf neue grammatiktheoretische Ansätze der strukturalistischen und erklärenden Sprachwissenschaft. Dabei wird der Imperativsatz im Slowakischen und anderen westslawischen Sprachen betrachtet. Eingehend setzt sich der Autor kritisch mit dem Stand der Modusforschung in der westslawistischen und allgemeinen Sprachwissenschaft auseinander und erklärt daraus seine Entscheidung für die gewählten linquistischen Methoden. Die Arbeit untersucht in den folgenden Kapiteln den Imperativsatz in seiner syntaktischen und semantischen Struktur und bezieht beide Ebenen systematisch aufeinander. Der Autor verfolgt dabei eine strikte Trennung von Grammatik und Pragmatik. Die Untersuchung zur Verwendung des Imperativs zeigt deshalb, daß die illokutive Funktion eines Satzes immer auf seine grammatische Struktur zurückgreift und sich zugleich aus dem konkreten Äußerungskontext und Interaktionszusammenhang ergibt. Hierzu wird insbesondere der Beitrag von Modalpartikeln, Satz- adverbien und des Verbaspekts betrachtet.
51. SCHINDLER, Franz (Hrsg.): Linguistische Beiträge zur Slavistik aus Deutschland und Österreich. IV. JungslavistInnen-Treffen Frankfurt am Main 1995. München, 1996. ISBN 3-87690-653-9. 356 S.
Der vorliegende Sammelband dokumentiert die Beiträge des IV. JungslavistInnen-Treffens, das vom 29.- 30. September 1995 in Frankfurt am Main stattfand. Bei den JungslavistInnen handelt es sich um eine Gruppe von Nachwuchslinguisten, die aus den deutschsprachigen Ländern Österreich, Schweiz und Deutschland kommen. Bei den jährlichen Treffen wird die Möglichkeit zum wissenschaftlichen Austausch und zur Vorstellung von Projekten gegeben. Neben fertigen Ergebnissen werden von den Teilnehmer auch offene und ungeklärte Fragen zur Diskussion gestellt. Wie dieser Band zeigt, spiegeln die Arbeiten der JungslavistInnen die slavistische Linguistik in ihrer thematischen oder theoretischen Vielfalt wieder: von der generativen Grammatik über die funktionale Grammatik zur Dialoganalyse und vom Bulgarischen über das Tschechische zum Russischen. Die Beiträge geben der slavistischen Fachwelt nicht nur einen Einblick in die momentane slavistische Forschung, sondern auch einen Ausblick darauf, in welche Richtung sich der Nachwuchs orientiert.
50. SPRAUL Hildegard; PETERS, Wolfgang (Hrsg.): Russkij jazyk v perelomnoe vremja: 1985 – 1995 gg. Vystuplenija na VIII Mezdunarodnom kongresse MAPRJAL Regensburg (Germanija), 1994 g., München, 1996. ISBN 3-87690-652-0. 173 S.
49. FLEISCHER, Michael: Die weltbildgesteuerte kulturelle Zeit- und Raumkonstruktion. Eine empirische Untersuchung an polnischem Material. München, 1996. ISBN 3-87690-643-1. 184 S.
Das Buch stellt die Ergebnisse einer Erhebung über die kulturbedingte und weltbildgesteuerte Zeit- und Raumkonstruktion auf der Grundlage von Zeit- und Raumwörtern dar, mit deren Hilfe die Ausprägung dieser Konstruktion in der polnischen Kultur ermittelt worden ist. Um zu den intersubjektiven, weltbildgesteuerten und kontextunabhängigen Semantisierungen der Zeit- und Raumwörter zu gelangen, wurden Versuchspersonen in einem Erhebungsformular isolierte Wörter mit einer entsprechenden Aufforderung vorgelegt. Als Ergebnis der Untersuchung liegen nun empirische Daten über die von den häufigsten polnischen Zeit- und Raumwörtern bezeichnete Dauer bzw. Ausdehnung vor. Zum einen wurde dabei die Zeit- bzw. Raumeinheit ermittelt, die von dem gegebenen Wort abgedeckt wird, und zum anderen die Verteilung der Größen, die das Wort charakterisieren, bestimmt. Beide Elemente zusammen steuern die konkrete lexikalische Bedeutung der Zeit- und Raumwörter. In einem einführenden Kapitel wird die leitende Theorie dargestellt und das Phänomen "Weltbild" aus der Perspektive der systemtheoretischen Konzeption der Zweiten Wirklichkeit besprochen.
48. FLEISCHER, Michael: Weltbildgesteuerte Wirklichkeitskonstruktion. Beiträge zum Phänomen Weltbild. München, 1996. ISBN 3-87690-600-8. 225 S.
Das Buch versammelt sieben Beiträge, die das Phänomen "Weltbild" und seine Aktualisierung im Rahmen einer konstruktivistischen Systemtheorie aus diversen theoretischen, methodologischen und analytischen Perspektiven behandeln. Eingangs wird die Konzeption der Zweiten Wirklichkeit detailliert besprochen und auf ihre Operationalisierungsmöglichkeiten innerhalb der Kulturwissenschaft hingewiesen, wie auch der konstruktivistische Kulturbegriff vor dem Hintergrund des systemtheoretischen analysiert. Als nächste Einheit behandelt der Autor die systemtheoretische Auffassung über Normative und Stereotype wie auch das Phänomen "Weltbild" selbst. Die analytischen Beiträge betreffen den Vergleich zwischen der polnischen und deutschen Kollektivsymbolik, die Zeit- und Raumbezeichnungen als Weltbildkomponenten und das Prinzip der weltbildgesteuerten Wirklichkeitskonstruktion (am Beispiel der medialen Vermittlung der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking). Im Anhang werden alle in den Beiträgen ausgearbeiteten Definitionen versammelt und ein Begriffslexikon der wissenschaftstheoretischen Grundbegriffe und Strömungen geboten.
47. MARSZK, Doris: Russische Verben und Granularität. München, 1996. ISBN 3-87690-634-2. 129 S.
Mit Sätzen vom Typ "Ona vstavala v 6 časov, vospityvala syna i šla v magazin" oder "Ich schlug die Augen auf, setzte mich im Bett auf und zog um" erzielt man, wenn man sie äußert, fast immer einen Lacherfolg. Doch was genau ist hier eigentlich so komisch? Der sprachliche Witz liegt in dem Bruch, der in diesen Sätzen wahrzunehmen ist. Es ist ein Bruch in der homogenen Granularität eines Textes. Und meist wird man sich erst durch solche Brüche des Phänomens der Granularität überhaupt bewußt. Granularität ist zuallererst eine Verbeigenschaft und wird darüber auch zu einer Texteingenschaft. Als Verbeigenschaft ist Granularität die erstarrte Deutlichkeit der Vorstellung von einer Handlung. Marszk zeigt in der vorliegenden Arbeit, wie diese Granularität zustandekommt, wie man mehrere Granularitätsstufen unterscheiden kann und welche Rolle diese Granularitätsstufen in unserer tagtäglichen Textrezeption und Textproduktion spielen. Ihre Thesen untermauert sie mit Erkenntnissen aus der kognitiven Psychologie, der Wahrnehmungspsychologie und der Entwicklungspsychologie.
46. HANSEN, Björn: Zur Grammatik von Referenz und Episodizität. München, 1996. ISBN 3-87690-633-4. 233 S.
In der Arbeit geht es um die sprachlichen Mittel, die im Russischen an den unterschiedlichen Interpretation von Nomen und Verben in Sätzen des Typs "Das Kind hat das Eis gegessen vs. Kinder essen gerne Eis " beteiligt sind. Es wird der Versuch unternommen, eine Grammatik der Lokalisation, also der Referenz von Nomen und der Episodizität von Verben zu entwickeln. Dazu wird eine Gesamtinventarisierung der sprachlichen Faktoren durchgeführt, die auf den Lokalisationsstatus einwirken. Die vorgeschlagene prozeßorientierte Auffassung des Phänomens bietet eine Alternative zum satzsemantischen Ansatz. Der empirische Teil der Arbeit ist der Analyse des Zusammenhangs der Nominalsemantik und des Lokalisationsverhaltens, d.h. eines der vielen Lokalisationsffaktoren, gewidmet. Zur Untersuchung dieses Zusammenhangs zwischen Lexik und Grammatik wird die Assoziationsmethode gewählt, die eine kontextfreie Analyse von Lexemen erlaubt, wobei das in der Forschung vorherrschende Testdesign des freien Assoziationstests wesentlich modifiziert wird. Die Ergebnisse einer Befragung von 100 Muttersprachlern auf der Basis des eigens entwickelten "Assoziativen Kombinatoriktests" zeigen, daß Lexeme neben semantischen auch lokalisationsrelevante Informationen enthalten.
45. DIPPONG, Horst: Über den Ort der Einstellungen im Satz. Überlegungen im Grenzgebiet von Syntax und Pragmatik. München, 1996. ISBN 3-87690-632-6. 269 S.
Die Arbeit stellt einen Versuch dar, im Rahmen einer formalen Sprachkonzeption wie der Generativen Grammatik den Syntaktischen Ort von Einstellungen und anderen Phänomen zu bestimmen. Ausgangspunkt der Arbeit ist dabei ein auch auf Bachtin zurückgreifendes Verständnis des Satzes als "Hybride aus Satz und Äusserung", aus referentiellen Größen und pragmatischer Einbettung. Hiermit verbunden ist eine Sicht des Sprachwissens als bestehend aus autonomen, angeborenen (Teil-)Kompetenzen und mit anderen Wissenssystemen interagierenden, erworbenen Fähigkeiten. Die syntaktische Kategorie, an der der Verfasser seine Argumentation zur Integration der Einstellung in die Grammatik und zum Desing eines Modells des sprachlich-grammatischen Wissens vorrangig entwickelt, ist der absolute Infinitiv und verwandte Erscheinungen, die gerade im Russischen sich als ein ideales Exerzierfeld für die Untersuchung der Wirkungsweise von Einstellungsoperatoren erweisen.
44. APPEL, Daniela: Textsortenbedingter Aspekt-Tempus-Gebrauch im Russischen. München, 1996. ISBN 3-87690-631-8. 226 S.
In der hier vorgelegten Arbeit zum Aspekt-Tempus-Gebrauch in unterschiedlichen Textsorten steht die Verwendungshäufigkeit der von den temporalen nicht zu trennenden aspektuellen Funktionen im Zentrum des Interesses. Ziel der Untersuchung ist dabei die Erstellung aspektuell-temporaler Profile einzelner Textsorten. Eine Voraussetzung hierfür betrifft vor allem die Unterscheidung des deiktischen und narrativen Präteritums, die im Russischen Aktiv nicht markiert ist, deren Existenz aber funktional und syntaktisch nachweisbar ist. In den Kernteilen der Arbeit zu publizistischen, alltagssprachlichen und dramatischen, erzählenden, administrativen und wissenschaftlichen Textsorten werden wesentliche Fragen zur Vertretung der Aspekt-Tempus-Funktionen beantwortet. Daneben wird die Bedeutung einzelner Aspekt-Tempus-Funktionen für die untersuchten Textsorten verglichen. Unser bisher von Listen, Schemata und komplizierten Verwendungsbedingungen geprägtes Bild wird nun bereichert durch quantitative, textsortenspezifische Reliefs vom Aspekt-Tempus-Gebrauch.
43. ANSTATT, Tanja: 'Zeit'. Motivierungen und Strukturen der Bedeutungen von Zeitbezeichnungen in slavischen und anderen Sprachen. München, 1996. ISBN 3-87690-630-X. 262 S.
Hauptgegenstand der Untersuchung sind Etymologie und Polisemie der Slavischen Substantive mit der Bedeutung 'Zeit'. Zu Vergleichszwecken werden weiterhin die entsprechenden englischen und altindischen Lexeme analysiert sowie ein Blick auf die Zeitausdrücke der Hopi-Sprache geworfen. In einem ersten Schritt wird die diachone semantische Entwicklung der Lexeme untersucht; anschließend wird mit Hilfe von graphischen Darstellungen die Bedeutungsstruktur eines jeden Lexems modelliert. Durch die anschließende Übereinanderprojektion der Einzelgraphiken jeweils einer Sprachgruppe entstehen umfassende Modelle der semantischen Struktur von Zeitbezeichnungen. Mit dieser Methode kann eine von Metaphernbildung unabhängige Struktur des alltagssprachlichen Zeitkonzeptes aufgezeigt werden, die sich in jeder der untersuchten Sprachen wiederholt; die einzelnen Bedeutungen sind durch Metonymien und Hyponymie-/Hyperonymiebeziehungen (hier Synekdochen genannt) verbunden. Den Kern der aufgedeckten Struktur bilden drei zentrale Bedeutungen, prototypische Zentren, die bei nahezu jedem Lexem vorkommen und sowohl in Diachronie als auch in Synchronie eine zentrale Stellung einnehmen. Sie können als 'passende Zeit', 'Umstände, Lebensbedingungen' und 'konkreter Zeitraum mit bestimmten Merkmalen' umschrieben werden.
42. DIPPONG, Horst (Hrsg.): Linguistische Beiträge zur Slavistik aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. III. JungslavistInnen-Treffen Hamburg 1994. Unter Mitwirkung von E. Rauchenecker u. D. Marszk. München, 1995. ISBN 3-87690-599-0. 286 S.
41. ANIČKOV, Evgenij V.: Jazyčestvo i Drevnjaja Rus'. St.-Petersburg 1914. München, 1995. ISBN 3-87690-597-4. 386 S.
40. ZACHAR‘IN, Dmitrij B.: Evropejskie naučnye metody v tradicii starinnych russkich grammatik (XV-ser. XVII v.). München, 1995. ISBN 3-87690-589-3. 244 S.
39. FLEISCHER, Michael: Das System der polnischen Kollektivsymbolik. Eine empirische Untersuchung. München, 1995. ISBN 3-87690-588-5. 280 S.
38. PANFILOWITSCH, Igor: Aleksandr Puškins "Mednyj vsadnik". Deutungsgeschichte und Gehalt. München, 1995. ISBN 3-87690-586-9. 656 S.
37. SCHMIDT, Peter; LEHFELDT, Werner: Kongruenz, Rektion, Adjunktion. Systematische und historische Untersuchungen zur allgemeinen Morphosyntax und zu den Wortfügungen (slovosocetanija) im Russischen. München, 1995. ISBN 3-87690-585-0. 360 S.
36. BIRICH, Aleksandr; MOKIENKO, Valerij; STEPANOVA, Ljudmila: Bibliographie zur Geschichte und Etymologie der russischen Phraseme (1825-1994). München, 1994. ISBN 3-87690-565-6. 273 S.
35. SCHINDLER, Franz: Das Sprichwort im heutigen Tschechischen. Empirische Untersuchung und semantische Beschreibung. München, 1993. ISBN 3-87690-561-3. 572 S.
34. PFANDL, Heinrich: Textbeziehungen im dichterischen Werk Vladimir Vysockijs. München, 1993. ISBN 3-87690-546-X. 453 S.
33. SCHNEIDER, Ilse: Poleznyj dialog. Journalistische Textsorten im Spiegel ihrer Schlagzeilen. München, 1993. ISBN 3-87690-544-3. 247 S.
32. FLEISCHMANN, Michael: Das lyrische Werk von Tadeusz Peiper. Analyse und Konkordanzwörterbuch. München, 1992. ISBN 3-87690-521-4. 597 S.
31. EISMANN, Wolfgang; PETERMANN, Jürgen (Hrsg.): Studia phraseologica et alia. Festschrift für Josip Matesic zum 65. Geburtstag. München, 1992. ISBN 3-87690-520-6. 561 S.
30. REITZ, Karen: Die Entwicklung analytischer Konstruktionen in der russischen Fachsprache der Mathematik seit dem 18. Jahrhundert. München, 1990. ISBN 3-87690-472-2. 339 S.
29. TIMKOVIČ, Ulrike: Das Wortspiel und seine Übersetzung in slavische Sprachen. München, 1990. ISBN 3-87690-437-4. 256 S.
28. JACHNOW, Helmut (Hrsg.): Probleme der Textlinguistik. Gemeinschaftsarbeit von Wissenschaftlern der Partneruniversitäten Bochum und Minsk = Problemy lingvistiki teksta. München, 1989. ISBN 3-87690-433-1. 322 S.
27. COMATI, Sigrun: Sravnitelen strukturen i funkcionalen analiz na bălgarski i nemski publicistični zaglavija. München, 1988. ISBN 3-87690-406-4. 173 S.
26. KOSTA, Peter (Hrsg.): Studia Indogermanica et Slavica. Festgabe für Werner Thomas zum 65. Geburtstag. München, 1988. ISBN 3-87690-400-5. 565 S.
25. GRAU, Marlene: Untersuchung zur Entwicklung von Sprache und Text bei M. M. Zoščenko. Dargestellt an Kurzgeschichten der 20er Jahre. München, 1988. ISBN 3-87690-370-X. 401 S.
24. BIEDERMANN, Johann (Hrsg.): Texts and studies on Russian universal grammar 1806 - 1812. Teil 3. Linguistische, philosophische und wissenschaftliche Grundlagen. München, 1988. ISBN 3-87690-369-6. 180 S.
23. HENTSCHEL, Gerd (Hrsg.): Sprach- und Kulturkontakte im Polnischen. Ges. Aufsätze für André de Vincenz zum 65. Geburtstag. München, 1987. ISBN 3-87690-366-1. 621 S.
22. SCHWEIER, Ulrich: Zum Flexionsakzent in der großrussischen Literatursprache des 16. und des 17. Jahrhunderts. Beschreibung und vergleichende Einordnung der Akzentsysteme der Ostroger Bibel (Neues Testament) von 1580-1581 und der Moskauer Bibel von 1663. München, 1987. ISBN 3-87690-363-7. 390 S.
21. SPRAUL, Hildegard: Untersuchungen zur Satzsemantik russischer Sätze mit freien Adverbialen. Am Beispiel von Lokal-, Temporal- u. Modaladverbialen. München, 1986. ISBN 3-87690-361-0. 290 S.
20. EISMANN, Wolfgang: Von der Volkskunst zur proletarischen Kunst. Theorien zur Sprache der Literatur in Rußland und der Sowjetunion. München, 1986. ISBN 3-87690-354-8. 359 S.
19. HENTSCHEL, Gerd: Vokalperzeption und natürliche Phonologie. Eine kontrastive Untersuchung zum Deutschen und Polnischen. München, 1986. ISBN 3-87690-352-1. 348 S.
18. SCHMITT, Torsten: Kasusgrammatik, konstruktive Logik, temporaler Ausdruck. Modellkritik und Modellierungsversuch mit Belegen aus dem Russischen, Serbokroatischen und Deutschen. Beiträge zur Kasusgrammatik der slavischen Sprachen 3. München, 1986. ISBN 3-87690-329-7. 237 S.
17. MARVAN, Jiří: České stupňování. Degrees of comparison in Czech. München, 1986. ISBN 3-87690-304-1. 232 S.
16. TYMČENKO, Jevhen (Hrsg.): Istoryčnyj slovnyk ukrajins'koho jazyka. Historisches Wörterbuch der ukrainischen Sprache. Nachdruck der Ausgabe Charkiv 1930-1932. München, 1985. ISBN 3-87690-307-6. 947 S.
15. CLARKE, Jonathan E. M. (Hrsg.): In memoriam Zdeněk F. Oliverius. Festschrift. München, 1985. ISBN: 3-87690-306-8. 100 S.
14. FLORENSKIJ, Pavel A.: Mnimosti v geometrii. Nachdruck der Ausgabe Moskva 1922 nebst einer einführenden Studie von Michael Hagemeister. München, 1985. ISBN 3-87690-302-5. 69 S.
13. KOSTA, Peter: Probleme der Švejk-Übersetzungen in den west- und südslavischen Sprachen. Linguistische Studien zur Translation literarischer Texte. München, 1986. ISBN 3-87690-353-X. 686 S.
12. STULLI, Joakim: Joakima Stulli Dubrocsanina rjecsoslòxje u Dubravniku MDCCCVI. Afterword by Éva Fekete. Reprint der Ausgabe Dubrovnik 1806. Teil 3: P-Z. München, 1987. ISBN 3-87690-301-7. 24 S.
11. STULLI, Joakim: Joakima Stulli Dubrocsanina rjecsoslòxje u Dubravniku MDCCCVI. Afterword by Éva Fekete. Reprint der Ausgabe Dubrovnik 1806. Teil 2: J-O. München, 1985. ISBN 3-87690-301-7. 283-727 S.
10. STULLI, Joakim: Joakima Stulli Dubrocsanina rjecsoslòxje u Dubravniku MDCCCVI. Afterword by Éva Fekete. Reprint der Ausgabe Dubrovnik 1806. Teil 1: A-I. München, 1985. ISBN 3-87690-301-7. 283 S.
9. LEHFELDT, Werner: Sprjaženie ukrainskogo glagola. analitiko-sintetičeski-funkcional'. analiz obrazovanija slovoform nastojaščego vremeni, povelitel'nogo naklonenija i prošedšego vremeni v sovremennom ukrain. literaturnom jazyke. München, 1985. ISBN 3-87690-300-9. 150 S.
8. GRAFFINS, Ivanka: Möglichkeiten und Grenzen der Übersetzbarkeit serbokroatischer literarischer Prosa. Dargestellt an deutschen Übersetzungen von Ivo Andrić und Miroslav Krleža. München, 1985. ISBN 3-87690-299-1. 198 S.
7. POHL, Alek: Untersuchungen zur Wortbildung. Das Problem der Nominalisierung in der polnischen Gegenwartssprache. München, 1985. ISBN 3-87690-298-3. 215 S.
6. LAUER, Bernhard; STELTNER, Ulrich (Hrsg.): Fëdor Sologub. 1884 - 1984: Texte, Aufsätze, Bibliographie zum Gedenken an den hundertsten Jahrestag der Veröffentlichung des ersten Werkes von Fedor Kuzʹmič Teternikov (Sologub). München, 1984. ISBN 3-87690-295-9. 165 S.
5. BIEDERMANN, Johann (Hrsg.): Texts and studies on Russian universal grammar 1806 – 1812. Teil 2. The universal grammars of I. Rižskij, Char'kov 1806, N. Jazvickij, SPb. 1810. I. Timkovskij, Char'kov 1811. L.G. Jakob, SPb. 1812. München, 1984. ISBN 3-87690-294-0. 414 S.
4. BIEDERMANN, Johann (Hrsg.): Texts and studies on Russian universal grammar 1806 - 1812. Teil 1. Ornatovskij, Ivan: Novejšee načertanie pravil Rossijskoj grammatiki. Nachdruck der Ausgabe Char‘kov 1810. München, 1984. ISBN 3-87690-293-2. 311 S.
3. NOSOVIČ, Ivan I.: Slovar' bĕlorusskago narĕčija. Teil 2: P–Ja. Gerd Freidhof (Hrsg.). Nachdruck der Ausgabe SPb 1870. München, 1986. ISBN 3-87690-337-8. 389-756 S.
2. NOSOVIČ, Ivan I.: Slovar' bĕlorusskago narĕčija. Teil 1: A–O. Gerd Freidhof (Hrsg.). Nachdruck der Ausgabe SPb 1870. München, 1984. ISBN 3-87690-238-X. 389 S.
1. SCHÜTRUMPF, Michael: Die russische Akademiegrammatik von 1802. Eine sprachwissenschaftliche Analyse. München, 1984. ISBN 3-87690-237-1. 199 S.
