Slavistische Beiträge bis Band 500/2015

Begründet 1960 von Alois Schmaus. Herausgegeben ab Band 136 (1980) von Peter Rehder im Verlag Otto Sagner.
Erscheint ab Band 501/2015 im Gabriele Schäfer Verlag. Der Bezug der Reihe kann weiterhin über die Kubon & Sagner GmbH erfolgen: Slavistischen BeiträgeBei Kubon & Sagner bestellen


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500. Nohejl, Regine: Russische nationale Identität im Spiegel der Geschlechtermetaphorik. Vom 18. Jahrhundert bis in die Zeit der Romantik. (Vladimir Odoevskij, Fedor Tjutčev) München - Berlin, 2014. ISBN 978-3-86688-473-1. Br., 323 S. mit s/w Abb., 36,00 Euro, (Best.Nr. 1500Bei Kubon & Sagner bestellen)

Spätestens seit dem 18. Jahrhundert unterscheidet sich das russische Selbstbild gravierend von den Vorstellungen, die sich der Westen von Russland macht. In der Geschlechtermetaphorik, in die sich die Diskurse der nationalen Selbstfindung bzw. Fremdbestimmung kleiden, kommen solche Differenzen besonders deutlich zum Ausdruck. Im vorliegenden Buch wird untersucht, wie bis heute wirksame Diskurse um die "russische Idee" im 18. Jahrhundert in Gang kommen, am Beispiel von Vladimir Odoevskij und Fedor Tjutčev wird gezeigt, wie sie sich im Lauf des 19. Jahrhunderts verfestigt haben.


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499. Mamedova, Zarifa: Narren als Vorbilder. Die Überwindung der Postmoderne in der russischen Literatur der 1990er und 2000er-Jahre. München - Berlin, 2014. ISBN 978-3-86688-524-0. Br., 253 S. mit Tab., 30,00 Euro, (Best.Nr. 1499Bei Kubon & Sagner bestellen)

Die Narren waren in der russischen Kultur immer schon eine wichtige subversive und diskurskritische Instanz. Während sie im Kontext der postmodernen Literatur der 1990er-Jahre zum Inbegriff des "schizophrenen" Subjekts wurden, erwiesen sich die Narren für die Literatur der 2000er-Jahre als ein zentrales Instrument, um den Umbruch des literarischen Diskurses voranzutreiben. Anhand der Werke von zeitgenössischen russischen Schriftstellern wie Wladimir Sorokin, Viktor Pelewin, Linor Goralik, Oleg Zajončkovskij und Svetlana Vasilenko und unter Bezugnahme auf den innovativen literaturtheoretischen Ansatz des Performatismus verdeutlicht die Autorin, wie Narrenfiguren zu literarischen Vorbildern avancieren und dem Leser die Überwindung der postmodernen "Schizophrenie" vorführen.


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498. Feldmeier, Beate: Anrede im Sprachkontakt. Reflexion und Gebrauch von Anredestrategien durch tschechische Migranten im deutschsprachigen Umfeld. München - Berlin, 2014. ISBN 978-3-86688-469-4. Br., 253 S. mit Tab., 32,00 Euro, (Best.Nr. 1498Bei Kubon & Sagner bestellen)

Mit diesem Projekt wird eine Forschungslücke geschlossen: Die Ausdehnung der sprachwissenschaftlichen Untersuchungen auf die Pragmatik ist für die Sprachkontaktforschung gerade deshalb von großem Interesse, weil sich pragmatische Phänomene wie das Anredeverhalten wegen ihrer Bindung an soziale Praktiken und Sprachideologien z. B. in Bezug auf die Assimilationsdauer anders als das normale Sprachsystem verhalten und sich daher die Dominanz der Kultur- vor der Sprachabhängigkeit exemplarisch nachweisen lässt.


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497. Howanitz, Gernot; Kampkötter, Christian; Kirschbaum, Heinrich (Hrsg.): Slavische Identitäten. Paradigmen, Poetiken, Perspektiven. München - Berlin, 2014. ISBN 978-3-86688-465-6. Br., 408 S. mit Index, 38,00 Euro, (Best.Nr. 1497Bei Kubon & Sagner bestellen)

Vom 7. bis 9. Oktober 2011 fand in Passau das elfte Treffen des Jungen Forums Slavistische Literaturwissenschaft (JFSL) statt. Der vorliegende Sammelband dokumentiert diese Begegnung und bietet so einen Überblick über die Forschungsthemen des wissenschaftlichen Nachwuchses der slavistischen Literaturwissenschaft im deutschsprachigen Raum. Das Spektrum ist zwar sehr vielfältig, dennoch lässt sich ein gemeinsamer Nenner 'slavische Identitäts(er)findungen' erkennen. In den Beiträgen werden literarische, filmische sowie andere kulturelle und diskursive Praktiken, aber auch Theorien, Projektionen und Imaginationen, Konstruktionen und Selbstdekonstruktionen, Eigen- und Fremdbeschreibungen mittel- und osteuropäischer Identitäten thematisiert.


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496. Meier, Nils: Die Zeitschrift "Literaturnyj kritik" im Zeichen sowjetischer Literaturpolitik. München - Berlin, 2014. ISBN 978-3-86688-433-5. Br., 216 S., 32,00 Euro, (Best.Nr. 1496Bei Kubon & Sagner bestellen)

Das ZK der KPdSU verbietet 1940 die Zeitschrift "Literaturnyj kritik". Der Redaktion werden parteifeindliche Umtriebe vorgeworfen. Einzelne Mitarbeiter, allen voran ihr prominentester Vertreter Georg Lukács, behaupten nach Stalins Tod, sie hätten in Opposition zur offiziellen Politik gestanden, ihre Absicht sei es gewesen, auf originelle Weise den sozialistischen Realismus theoretisch zu fundieren. Zweifel daran, ob man bei solch einem Unternehmen von 'Opposition' sprechen darf, sind ebenso berechtigt, wie Zweifel daran, dass Lukács' Theorie ausschließlich auf die Maximen Stalinscher Politik festgelegt war. Die Literaturpolitik wird ausgehend von ihren ideellen und historischen Voraussetzungen erklärt und die Positionierung des Literaturnyj kritik anhand wichtiger Texte der Zeitschrift ermittelt.


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495. Klüh, Marco: Unterwanderungen der Postmoderne. Viktor Pelevins literarische Werke als Arbeitsfelder von Ostensivität. München - Berlin, 2014. ISBN 978-3-86688-435-9. Br., 243 S. mit Literaturverz., 30,00 Euro, (Best.Nr. 1495Bei Kubon & Sagner bestellen)

Dieses Buch stellt einen Versuch dar, eine kulturgeschichtliche Neuentwicklung zu dokumentieren, die vor dem Hintergrund der postmodernen Metaphysikkritik eine innovative ganzheitliche Ontologie in Kraft setzt. Diese Neuentwicklung wird nicht als ein antipostmodernes Gegenkonzept, sondern als eine Radikalisierung der postmodernen Kulturformation aufgefasst. Als das semiotische Grundprinzip des Paradigmenwechsels wird eine rudimentäre, prärepräsentationale Zeichenhaftigkeit bestimmt, die Ostensivität genannt wird - ein schieres Verweisen, das jeder Unterscheidung metaphysischer Entitäten vorausgeht, und das trotz seiner substanziellen Nichtigkeit ein neues Fundament verkörpert.


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494. Trunte, Nicolina: Slavenskij jazyk. Band 2: Mittel- und Neukirchenslavisch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Ein praktisches Lehrbuch des Kirchenslavischen in 30 Lektionen. Zugleich eine Einführung in die slavische Philologie. München - Berlin, 2014. ISBN 978-3-86688-427-4. Br., XXXVIII, 550 S., 38,00 Euro, (Best.Nr. 1494ABei Kubon & Sagner bestellen)

Die völlig überarbeitete und erweiterte Neuauflage des seit 1998 bewährten zweiten Bandes des Praktischen Lehrbuchs des Kirchenslavischen ist nicht nur typographisch verbessert, hinsichtlich des Wissensstandes aktualisiert und mit der 5., völlig neu bearbeiteten Auflage des ersten Bandes abgestimmt, sondern durch die Aufnahme zusätzlicher Texte in zehn der fünfzehn Lektionen auch ausgewogener hinsichtlich der Berücksichtigung süd- und ostslavischer Redaktionen des Kirchenslavischen. Neu hinzugekommen ist zudem ein Anhang mit der vollständigen Übersetzung aller Lesestücke ins Deutsche, so dass das Buch nun auch für Autodidakten besser geeignet ist.


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493. Senn, Tatjana: Georgij Ivanov. Die russischen Jahre im literarischen und historischen Kontext. München - Berlin, 2013. ISBN 978-3-86688-385-7. Br., 483 S. mit Literaturverz., 38,00 Euro, (Best.Nr. 1493Bei Kubon & Sagner bestellen)

Georgij Vladimirovič Ivanov (1894-1958) ist einer der großen russischen Dichter des 20. Jahrhunderts, jedoch kaum erforscht und im deutschsprachigen Raum nahezu unbekannt. Bislang fehlten wesentliche Daten zu seiner Biographie, die nach intensiven Archiv-Recherchen nun erschlossen werden konnten. Die Auseinandersetzungen mit seinen Zeitgenossen und seine Klage, er werde falsch verstanden, werden vor diesem Hintergrund verständlicher. Die vorliegende Arbeit ermöglicht so eine Neuinterpretation seiner Werke. Ein ausführlicher Diskurs deutet sein Meisterwerk Raspad atoma als literarische Antwort auf Bloks Kritik an seiner Petersburger Dichtung und stellt den Autor als ersten "Existentialisten" der russischen Poesie dar. Die Arbeit schließt eine Lücke in der Erforschung der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum.


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492. Drews, Peter: Heine und die Slaven. Die gesamtslavische Rezeption der Werke Heinrich Heines von den Anfängen bis zur Gegenwart. Teil II (CD): Übersetzungen von Werken Heinrich Heines in slavische Sprachen. München - Berlin, 2013. ISBN 978-3-86688-381-9. Br., 377 S. mit Register, Personenverz. und CD-Rom (Teil II, 378 S.), 38,00 Euro, (Best.Nr. 1492Bei Kubon & Sagner bestellen)

Heine ist mit Abstand der neben Goethe am häufigsten in slavische Sprachen übersetzte deutsche Dichter. Die Studie behandelt seine Beziehungen zu den slavischen Kulturen ebenso wie seine gesamte Rezeption in allen slavischen Literaturen von ca. 1830 bis in die Gegenwart. Sie verdeutlicht seine zuweilen kontroverse, doch letztlich weitestgehend positive Aufnahme, wobei man ihn anfangs als eher unpolitischen Liebeslyriker des Weltschmerzes begriff, gerade im 20. Jahrhundert aber zunehmend auch als engagierten Vertreter der Idee einer geistigen wie gesellschaftlichen Emanzipation des Individuums. In der Zeit des Stalinismus erschien er gar zeitweilig als namhafter Wegbereiter des Sozialismus, dessen wesentliche Dichtungen gleichsam unter dem Einfluss von Karl Marx entstanden seien, ehe man nach der politischen Wende um 1990 endgültig wieder zum Bild des weitgehend unpolitischen Dichters zurückkehrte. Die Untersuchung ergänzt eine umfangreiche Bibliographie selbständig wie unselbständig erschienener slavischer Übersetzungen seiner Werke von den Anfängen bis zur Gegenwart mit über 10.000 Einzeltiteln (auf CD).


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491. Steinke, Klaus; Ylli, Xhelal: Die slavischen Minderheiten in Albanien (SMA). 4. Teil: Vraka - Borakaj. München - Berlin, 2013. ISBN 978-3-86688-363-5. Br., 212 S. mit Audio-CD (mp3) und farb. Abb., 32,00 Euro, (Best.Nr. 1491Bei Kubon & Sagner bestellen)

Der 4. Teil schließt die Veröffentlichung des Materials aus dem DFG-Projekt "Die slavischen Minderheiten in Albanien (SMA)" ab. In ihm werden zwei unterschiedliche Mundarten vorgestellt, von denen eine nördlich von Shkodra an der Grenze zu Montenegro, und die andere in Borakaj in der Nähe von Durrës an der Adria gesprochen wird. Es sind štokavische Mundarten, die ihren Ursprung in Montenegro bzw. Bosnien-Herzegovina haben. Während im Norden die nach der Wende in Albanien einsetzende massive Abwanderung den weiteren Bestand der Gruppe gefährdet, bildet Borakaj eine relativ geschlossene Enklave mit einer beachtlichen Vitalität. In beiden Fällen hat jedoch der enge Kontakt mit dem Albanischen zu erheblichen Veränderungen geführt. Beide Gebiete sind von der Dialektologie bisher nur marginal erfasst worden, weshalb sich diese Arbeit vor allem als erste Bestandsaufnahme versteht. Einen akustischen Eindruck von der Mundart gibt die beigefügte Audio-CD (mp3) mit repräsentativen Textabschnitten. Die Arbeit richtet sich an Südslavisten, Balkanphilologen, Dialektologen, Kontaktlinguisten und Soziolinguisten.


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490. Trunte, Nikolaos H.: Reiseführer durch das Jenseits. Die Apokalypse des Paulus in der Slavia Orthodoxa. München - Berlin, 2013. ISBN 978-3-86688-320-8. Br., XXIX, 357 S., 42,00 Euro, (Best.Nr. 1490Bei Kubon & Sagner bestellen)

Die Apokalypse des Paulus gehört zu den erfolgreichsten Literaturwerken aller Zeiten. Im 2. Jahrhundert geschaffen, wurde sie noch bis ins 20. Jahrhundert handschriftlich weiterverbreitet; über 300 Textzeugen sind zwischen Irland und Armenien, Skandinavien und Äthiopien erhalten geblieben, davon fast ein Drittel allein im Raum der Slavia Orthodoxa. Obwohl die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem slavischen Text schon 1858 in Russland ihren Anfang genommen hat, ist die Einordnung der slavischen Tradition in die Gesamtüberlieferung dieses wichtigen Apokryphons, das das Bild der christlichen Welt von Himmel und Hölle entscheidend geprägt hat, bis heute ein Desiderat der Forschung.Die vorliegende Arbeit versucht, hier neue Anstöße zu geben, und wendet sich dabei nicht nur an Slavisten, sondern auch an Theologen, Vertreter der Wissenschaft vom Christlichen Orient, Byzantinisten und Rumänisten, denen der Zugang durch die Beifügung der Rekonstruktion der ältesten slavischen Version sowie deren Übersetzung ins Deutsche erleichtert wird.


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489. Piskorz, Jadwiga: Die Grammatikalisierung eines neuen Perfekts im Polnischen. Ein Beitrag zur Entwicklungslogik des Perfekts. München - Berlin, 2012. ISBN 978-3-86688-318-5. Br., 338 S. mit Literaturverz., 38,00 Euro, (Best.Nr. 1489Bei Kubon & Sagner bestellen)

Die Arbeit setzt sich mit der These der Entstehung eines neuen Perfekts im Polnischen auseinander. Dabei wird anhand eines Vergleichs mit der sprachgeschichtlichen Entwicklung des Perfekts im Deutschen gezeigt, dass die mieć + Partizip Passiv-Konstruktion im Polnischen einem universellen Muster folgt, das übereinzelsprachlich für den Aufbau der Perfektkategorie genutzt wird. Im Vordergrund der Untersuchung steht die Frage nach der kategorialen Zuordnung und dem Grammatikalisierungsstadium der mieć + Partizip Passiv-Form. Um dies zu zeigen, werden mittels kompositionaler Analyse und empirischer Distributionstests Bedeutung, Funktion und syntaktisches Verhalten dieser Konstruktion erfasst. Im weiteren Vorgehen werden diese Formen in Bezug auf die in der Forschung postulierten Kriterien zur Überprüfung des Grammatikalisierungsstadiums untersucht. Die Bewertung des polnischen Perfekts erfolgt sowohl aus einer übereinzelsprachlichen als auch aus der sprachgeschichtlichen Perspektive des Deutschen.


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488. Hristozova, Miglena: Veda Slovena zwischen Mythos und Geschichte. Zur Problematik von Identitätsdiskursen auf dem Balkan. München - Berlin, 2012. ISBN 978-3-86688-316-1. Br., 216 S. mit Literaturverz., 32,00 Euro, (Best.Nr. 1488Bei Kubon & Sagner bestellen)

Mit ihrer Arbeit über die vermeintliche Mystifikation "Veda Slovena" schreibt sich die Verfasserin in ein Forschungsfeld ein, das seit fast 150 Jahren äußerst kontrovers diskutiert wird. Die Arbeit befasst sich zunächst mit der Frage, wie "Veda Slovena" durch Forscher und Interpreten als eine kulturpolitische und nationale Identitätsfolie instrumentalisiert bzw. mystifiziert wurde: Dies geschah sowohl am Ende des 19. Jahrhunderts als auch in postsozialistischer Zeit, zugleich in Bulgarien, Mazedonien und Russland. Die kulturanthropologische und ethnologische Textanalyse erfasst darüber hinaus den Code der Liminalität im Textkorpus, wobei Übergangsmotive, Rituale und Topoi des Übergangs im Hinblick auf das Verhältnis von Mythos und Geschichte, Mündlichkeit und Schriftlichkeit, christlich und muslimisch geprägte Formen der Volkskultur auf dem Balkan kommentiert werden.


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487. Anding, Kevin: Agent des Fortschritts. Wissens- und Diskursstrukturen am Beispiel Jurij Gagarins. München - Berlin, 2012. ISBN 978-3-86688-271-3. Br., VIII, 282 S. mit Literatur- und Abbildungsverzeichnis, 34,00 Euro, (Best.Nr. 1487Bei Kubon & Sagner bestellen)

Unter welchen Bedingungen werden dem ersten Kosmonauten Jurij Gagarin die Attribute von Fortschritt bis Frieden zugeschrieben, und was bedeutet dies für die Funktion des ersten sozialistischen Kosmoshelden? Eine Antwort auf diese Frage liefert die vorliegende Arbeit, die am Studienkolleg Weltregionalforschung der Universität Erfurt entstand. Mit Hilfe von literaturwissenschaftlichen Diskurs- und Textanalysen werden die Autobiographie Gagarins "Der Weg in den Kosmos" untersucht und Prozesse der Wissens- und Diskursbildung in der UdSSR und der DDR beleuchtet. Es wird gezeigt, wie diese diskursiven Besetzungsstrategien die Narrationen Jurij Gagarins sowie seine Funktion als Kosmonaut, Soldat und Familienvater bestimmen.


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486. Behensky, Susanne (Hrsg.): m*OST 2010. Oesterreichische StudierendenTagung für SlawistInnen. Austriacka Studencka Konferencja Slawistyczna. München - Berlin, 2012. ISBN 978-3-86688-269-0. Br., 192 S., 32,00 Euro, (Best.Nr. 1486Bei Kubon & Sagner bestellen)

Der vorliegende Tagungsband enthält ausgewählte Beiträge zur Studierendenkonferenz m*OST, die 2010 zum zweiten Mal von Studierenden und MitarbeiterInnen des Fachbereichs Slawistik in Salzburg organisiert wurde. Die m*OST ist eine Plattform für den polyglotten und multinationalen Austausch wissenschaftlich engagierter, fortgeschrittener Studierender und DoktorandInnen. Thematisch werden auch im zweiten Band verschiedene Teilbereiche der slawistischen Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft behandelt, wobei interdisziplinäre Fragestellungen mit Bezug zu den Ländern der Slavia ebenfalls Platz finden. Aus diesem durchaus beabsichtigten Sprachen-, Themen- und Methodenpluralismus resultiert die inhaltliche Vielfalt des vorliegenden Bandes, der Arbeiten zur slawischen Dialektologie und Soziolinguistik genauso enthält wie solche zur Problematik literarischer Übersetzungen und zu Aspekten der Theaterwissenschaft.


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485. Lehfeldt, Werner: Akzent und Betonung im Russischen. Studienhilfen Band 18. München - Berlin, 2012. ISBN 978-3-86688-232-4. Br., XII, 174 S. mit Bibliogr., 19,80 Euro, (Best.Nr. 1485Bei Kubon & Sagner bestellen)

Die Darstellung versucht, möglichst sämtliche Probleme der Akzentologie der russischen Gegenwartssprache zu erörtern. Konzeptionelle Grundlage ist eine strikte Unterscheidung zweier Ebenen, der des Akzents und der der Betonung. Gegenüber der 1. Auflage weist die vorliegende eine Reihe von Ergänzungen und Erweiterungen auf. Gänzlich neu gefaßt sind Betonung bzw. sekundärer Akzent und sekundäre Betonung. Neu sind ferner ein Abschnitt über die exakte Bestimmung des Grades der sog. Akzentfreiheit im Russischen, ein Exkurs zur akzentologischen Konzeption Ferdinand de Saussures sowie ein abschließendes Kapitel über die Geschichte des russischen Akzentsystems.


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484. Kallfell, Tobias: Spracheinfluss und konstruktionelles Lernen beim Erwerb des Deutschen als Zweitsprache. Untersucht am Beispiel zweier russischsprachiger Spätaussiedlerinnen. München - Berlin, 2012. ISBN 978-3-86688-238-6. Br., XIV, 417 S. mit Literaturverz. und zahlr. Tab., 46,00 Euro, (Best.Nr. 1484Bei Kubon & Sagner bestellen)

Diese Göttinger Dissertation untersucht anhand von zwei Fallstudien in Form einer konstruktionsgrammatisch ausgerichteten Lernersprachenanalyse die sprachpsychologische Frage, welche Relevanz das erstsprachliche Wissen als Einflussfaktor beim Erwerb des Deutschen als Zweitsprache besitzt. Auf der Basis elizitierter Sprachdaten werden Vermutungen angestellt, ob und wie das erst und das zielsprachliche Wissenssystem interagieren und ob sich bei beiden Lernerinnen trotz der individuellen Variation sprachlichen Wissens Ähnlichkeiten im Hinblick auf den Spracheneinfluss zeigen. In diesem Zusammenhang wird darüber hinaus ein Elizitationsverfahren vorgestellt, mit dem eine Vergleichbarkeit zwischen den lernersprachlichen Daten hergestellt werden kann. Den sprachvergleichenden Analysen des empirischen Materials schließen sich sprachdidaktische Überlegungen an.


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483. Jörg, Natalia: Schreiben im Exil - Exil im Schreiben. München - Berlin, 2012. ISBN 978-3-86688-209-6. Br., 320 S., 36,00 Euro, (Best.Nr. 1483Bei Kubon & Sagner bestellen)

Das Erkenntnisziel der Arbeit beschränkt sich nicht auf die thematische Darstellung von Exilerfahrungen in literarischen Texten; seinen Rahmen bilden Fragen der Exil- und Diasporaforschung sowie Fragestellungen der interdisziplinären und interkulturellen Studien. Als ein möglicher Zugang zu den Texten werden postkoloniale und postmoderne Theorieansätze gewählt, die eine Korrelierung von kulturwissenschaftlichen Kategorien wie Grenze, Diaspora, Exil und diasporische Identität mit literaturwissenschaftlichen Themenselektionen und Textverfahren voraussetzen. So können die zur Analyse herangezogenen Diskurse und Texttypen erst durch die interdisziplinär orientierten Forschungsansätze und kulturwissenschaftlichen Aspekte in interpretatorischer Ausweitung an konkreten Beispielen von Exiltexten ausgewertet werden.


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482. Trunte, Nikolaos H.: Slavia Latina. Eine Einführung der slavischen Sprachen und Kulturen Ostmitteleuropas. München - Berlin, 2012. ISBN 978-3-86688-207-2. Br., LXVIII, 787 S., 39,80 Euro, (Best.Nr. 1482Bei Kubon & Sagner bestellen)

Ausgehend von der von Riccardo Picchio benannten Dichotomie wird der Raum der Slavia Latina (bei Picchio noch Slavia romana) unter sprachhistorischen wie kulturellen Aspekten von der Christianisierung bis zur Gegenwart vorgestellt und durch kommentierte Texte illustriert. Berücksichtigt wurden alle süd- und westslavischen Sprachen der Slavia Latina, daneben auch das Kirchenslavische in diesem Raum, das Lateinische und Esperanto als neue `Vatersprache Europas'.


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481. Martin, Erik: Formen der Negation bei Lev Tolstoj. München - Berlin, 2011. ISBN 978-3-86688-203-4. Br., 218 S., 32,00 Euro, (Best.Nr. 1481Bei Kubon & Sagner bestellen)

Diese Tübinger Dissertation unternimmt den Versuch, die mannigfaltige Tätigkeit Lev Tolstojs, die oft als widersprüchlich und heterogen wahrgenommen wird, holistisch aufzufassen. Die These ist, dass Tolstojs Philosophie und Poetik durch die Dominanz der Negation organisiert werden, wobei Negation im theologischen (Kenosis), religiösen (Apophatik), rhetorischen (Dissimulation) und ideologischen (Nihilismus) Kontext konzeptualisiert wird. Diese kulturologische Auffassung der Negation erlaubt eine einheitliche Analyse sowohl der theoretischen Konzepte Tolstojs (wie etwa Kunst, Autorschaft, Selbstidentität und Sozialität) als auch ihrer literarischen Umsetzung (als Spiel mit Präsenz/Repräsentation, Simulation/Dissimulation oder Affirmation/Subversion). Selbst da, wo das theoretische Denken den literarischen Ausdrucksformen zu widersprechen scheint, kann dieser Widerspruch als konsequente Durchführung der Negation verstanden werden: Die Logik der Verneinung ist für Tolstoj relevanter als jede affirmative Behauptung und wird dadurch zur Logik der Selbstverneinung.


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480. Drews, Peter: Die tschechische Rezeption deutscher Belletristik 1900-1945. Teil I und Teil II. München - Berlin, 2011. ISBN 978-3-86688-125-9. Br., 249 S., mit CD-ROM, 38,00 Euro, (Best.Nr. 1480Bei Kubon & Sagner bestellen)

Diese erste umfassende Studie ihrer Art untersucht die Aufnahme der reichsdeutschen, österreichischen und deutschböhmischen Belletristik in der tschechischen Literaturszene unter den jeweils höchst unterschiedlichen kulturpolitischen Gegebenheiten des Habsburger Reiches, der unabhängigen Tschechoslowakei und des Protektorats Böhmen und Mähren. Sie dokumentiert die auch von der tschechischen Germanistik geförderte allmähliche Verlagerung des Interesses an Lyrik wie Drama auf die älteren deutschen Literaturepochen, und damit vorrangig auf etablierte Autoren und Werke. Dagegen konzentrierte sich die Rezeption deutscher Prosa in wachsendem Maße auf gängige aktuelle Unterhaltungslektüre für breitere Leserschichten und im Bereich gehobener Werke auf Vertreter eines europäisch orientierten modernen Humanismus nicht zuletzt der Brüder Thomas und Heinrich Mann sowie Jakob Wassermanns. Dies unterstreicht die (auf CD-ROM) beigefügte Bibliographie von Übertragungen deutscher Belletristik ins Tschechische mit rund 10.000 Einzeltiteln.


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479. Heeg, Dagmar (Hrsg.): m*OST 2009. Oesterreichische StudierendenTagung für SlawistInnen. Austriacka Studencka Konferencja Slawistyczna. München - Berlin, 2011. ISBN 978-3-86688-124-2. Br., 206 S., 32,00 Euro, (Best.Nr. 1479Bei Kubon & Sagner bestellen)

Dieser Tagungsband enthält ausgewählte Beiträge zur Studierendenkonferenz m*OST, die 2009 von Studierenden und MitarbeiterInnen des Fachbereichs Slawistik in Salzburg ins Leben gerufen und erstmals ausgerichtet wurde. Sie soll als Forum für den polyglotten und multinationalen Austausch wissenschaftlich engagierter, fortgeschrittener Studierender und DoktorandInnen dienen. Das Themenspektrum der in diesem Band enthaltenen Beiträge umfasst in erster Linie verschiedene Bereiche der slawistischen und Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft, wobei auch interdisziplinären Fragestellungen mit inhaltlichen Bezug zu den Ländern der Slawia Platz eingeräumt wurde. Als Folge dieses bewusst gewählten Sprachen-, Themen- und Methodenpluralismus liegt ein Band vor, dessen Inhalte von der Erforschung historischer Sprachstufen bis hin zu Aspekten des aktuellen politischen Geschehens in Osteuropa reichen.


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478. Pavkovič, Aleksander: Tschechisch und Slovenisch im Vergleich ihrer schrift- und standardsprachlichen Entwicklung. München - Berlin, 2011. ISBN 978-3-86688-123-5. Br., 265 S., Literaturverz., 32,00 Euro, (Best.Nr. 1478Bei Kubon & Sagner bestellen)

Die vorliegende Untersuchung befasst sich mit der Entwicklung des Tschechischen und Slovenischen in der hier so genannten langen zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (1756 bis 1819). Zwischen diesen Eckdaten erschienen richtungsweisende Grammatiken, und es liefen unter dem Einfluss des Deutschen Prozesse ab, die die beiden Sprachen näher an den aktuellen Stand west- und mitteleuropäischer Schriftsprachen brachten. Es wird untersucht, welche Rolle die Ideen der Aufklärung im Hinblick auf Theorien und Methoden der zeitgenössischen Grammatiker spielten. Waren die tschechischen und vor allem die slovenischen Grammatiker 'Schüler' Gottscheds? Rezipierte die slavischsprachige Bevölkerung die neuen Grammatiken? Folgten daraus bereits damals - vor dem Aufkommen des Nationalismus im eigentlichen Sinne - konkrete sprachpolitische Forderungen? Die vorliegende Studie nimmt Quellen teils erstmals in den Blick bzw. interpretiert sie unter den o. g. Fragestellungen neu und lädt zu weiterführenden Untersuchungen ein.


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477. Lagerberg, Robert: Variation and Frequency in Russian Word Stress. München - Berlin, 2011. ISBN 978-3-86688-122-8. Br., VI, 184 S., 24,00 Euro, (Best.Nr. 1477Bei Kubon & Sagner bestellen)

This study gives an overview of the complex and widespread phenomenon of variant word stress in Russian. Treating stress variation essentially as the unresolved movement of stress from one syllable to another, it aims to establish the conditions under which such processes occur and the directions in which they are progressing. To this end a typology of Russian stress variation is given, delineating such areas as inflectional, derivational, dialectal and professional stress. The important question of linguistic norm and stylistic evaluation is discussed in the review of literature, which covers works on stress variation from approximately the last 30 years. After establishing inflectional and derivational variation as the key members of the typology, closer analyses of the most complex and important trends within each of these two areas are given. Of particular interest is the (hitherto) uncertain effect of word frequency on stress patterns and shifts, and this study presents several case studies in an attempt to establish empirical evidence for it. The appendix contains a selective dictionary of stress variants in modern Russian.


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476. Kuprina, Olena: Märchentransformationen. Figurenanalysen zu russischen und ukrainischen Volks- und Kunstmärchen. München - Berlin, 2010. ISBN 978-3-86688-121-1. Br., 245 S., Bibliogr., 32,00 Euro, (Best.Nr. 1476Bei Kubon & Sagner bestellen)

Die Studie vergleicht literarische Märchentransformationen in Russland und der Ukraine und geht ihren unterschiedlichen Entstehungsbedingungen nach. Dies erfolgt am Beispiel der Figurenanalyse in zwei Schritten. Zunächst werden die Transformationen der mythischen Figuren im russischen und ukrainischen Volksmärchen dargestellt, sodann die Transformationen der Figuren des Volksmärchens im sowjetrussischen und sowjetukrainischen Kunstmärchen. Die beschriebenen Transformationen machen den Übergang vom Mythos zum Volksmärchen und vom Volksmärchen zum Kunstmärchen deutlich. Die Untersuchung setzt sich als Pilotprojekt mit der Reduktion der Märchenfiguren auf sieben Funktionsträger, die Vladimir Propp mit seiner "Morphologie des Märchens" etabliert hat, kritisch auseinander. Es geht dabei um die Rehabilitierung der Märchenfiguren, um die Wiederherstellung ihrer Ganzheitlichkeit und um die Setzung weiterer Akzente: Dabei sind weniger die Funktionen der Märchenfiguren wichtig, als der Prozess des Übergangs von der Volksmärchenfigur zur literarischen Figur.


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475. Konieczny, Danuta Teresa: Polnisches Kulturleben in Schlesien (1750-1850). München - Berlin, 2010. ISBN 978-3-86688-113-6. Br., 323 S., Literaturverz., Namens- und Ortsregister, 36,00 Euro, (Best.Nr. 1475Bei Kubon & Sagner bestellen)

Die vorliegende Untersuchung vermittelt eine Gesamtschau des polnischen Kulturlebens in Schlesien von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie beschreibt erstmals die Entwicklung und den Wandel des polnischen Kulturlebens in seinen verschiedenen Ausdrucksformen. Sie widmet sich dabei zum einen der Frage, welche Trägerschaft die polnische Kultur fand und welches Spektrum an kulturellen Aktivitäten entfaltet wurde. Zum anderen fragt sie, inwiefern diese sich in die deutsche Mehrheitskultur in Schlesien einbringen konnten und welchen Stellenwert diese Bemühungen für die Kultur im polnischen Kernland hatten. Die Studie verfolgt das Wirken der polnischen Kulturakteure in Schlesien, der protestantischen Geistlichen, Pädagogen und Gelehrten ebenso wie der Studentenvereine, Emigranten und großen Breslauer Verleger.


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474. Steinke, Klaus; Xhelal, Ylli: Die slavischen Minderheiten in Albanien (SMA). 3. Teil: Gora. München - Berlin, 2010. ISBN 978-3-86688-112-9. Br., 260 S., Literaturverz., s/w Abb. und Audio-CD (mp3)., 32,00 Euro, (Best.Nr. 1474Bei Kubon & Sagner bestellen)

Mit dem 3. Band wird die Veröffentlichung des Materials aus dem DFG-Projekt "Die slavischen Minderheiten in Albanien (SMA)" fortgesetzt. Er umfasst das während der letzten sieben Jahre auf mehreren Expeditionen in Nordostalbanien an der Grenze zum Kosovo gesammelte Sprachmaterial. Aufgenommen wurden die neun slavophonen Dörfer im albanischen Teil des Gora-Gebiets südlich von Kukës. Diese Untersuchung ist damit auch eine Ergänzung zu der von Radivoje Mladenovic´ 2001 vorgelegten Studie für den im Kosovo gelegenen Teil Goras. Außer der Beschreibung des Gebiets und der dort gesprochenen Mundart enthält der Band umfangreiche Texte, von denen repräsentative Teile auf der beigefügten Audio-CD (MP3) zu hören sind. Die Arbeit richtet sich vornehmlich an Südslavisten, Balkanphilologen, Dialektologen, Kontaktlinguisten und Soziolinguisten.


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473. LAUERSDORF, Mark Richard: The Morphology of 16th-Century Slovak Administrative-Legal Texts and the Question of Diglossia in Pre-Codification Slovakia München - Berlin, 2010. ISBN 978-3-86688-111-2. Br., 293 S., Literaturverz., 34,00 Euro, (Best.Nr. 1473Bei Kubon & Sagner bestellen)

This study is a quantitative investigation of a large corpus of 16th-century Slovak administrative-legal texts that analyzes the degree of morphological normalization in early vernacular writing in the Slovak lands (prior to the codification of standard Slovak in the 18th and 19th centuries). Nine key morphological features are examined, and the patterns of normalization observed are assessed to determine their geographical scope and possible linguistic basis. Accompanying the morphological investigation is a theoretical and methodological discussion and application of Diglossia as a sociolinguistic framework for interpretation of the interaction of written Czech and Slovak in precodification Slovakia. This book thus provides both new empirical data on the language of 16th-century Slovak texts, as well as a conceptual model for sociolinguistic interpretation of the early developmental stages of vernacular writing in Slovakia.


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472. Benacchio, Rosanna: Вид и категория вежливости в славянском императиве. Сравнительный анализ. München - Berlin, 2010. ISBN 978-3-86688-109-9. Br., 209 S., Namenreg., Bibliogr., 26,00 Euro, (Best.Nr. 1472Bei Kubon & Sagner bestellen)

В книге описывается употребление глагольного вида в императиве в связи с выражением категории вежливости. Анализ проводится сначала на материале русского языка, а затем на материале других славянских языков. Рассматривается, как использование совершенного вида активизирует прагматический механизм соблюдения дистанции, порождая формальную, дистанцированную, ‘негативную’ вежливость, в то время как несовершенный видвлияет на сокращение дистанции, что в свою очередь, в зависимости от того, является литребуемое действие желаемым (выгодным) для исполнителя или нет, может порождать либо неформальную, солидарную, ‘позитивную’ вежливость, либо невежливость, грубость. Результаты, полученные на материале славянских языков, сопоставляются в последней части исследования с греческим языком, также обладающим грамматически выраженной категорией вида.


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471. ZANGENFEIND, Robert: Das Bedeutung-Text-Modell. Wörterbuch und Grammatik einer integralen Sprachbeschreibung. München - Berlin, 2010. ISBN 978-3-86688-083-2. Br., 190 S. mit Literatur-, Stichwort- und Abkürzungsverz., 24,00 Euro, (Best.Nr. 1471Bei Kubon & Sagner bestellen)

Das Bedeutung-Text-Modell ist ein herausragendes Sprachmodell der Moskauer Semantischen Schule um Igor A. Mel'čuk und Jurij D. Apresjan. Die Publikation bietet eine ausführliche Darstellung dieses Modells und zeigt anhand zahlreicher Beispiele seine Anwendbarkeit auch auf das Deutsche. Angesprochen sind insbesondere Linguistik-Studenten der Slavistik, Germanistik und anderer Philologien, da dieses Modell prinzipiell für die Beschreibung beliebiger natürlicher Sprachen geeignet ist. Der Band zeigt die Vorteile dieses Ansatzes mit den verschiedenen Darstellungsebenen seiner Translationsgrammatik inklusive der Dependenzsyntax und mit seinem Erklärend-kombinatorischen Wörterbuch. Besonderes Augenmerk wird im Kapitel zum Wörterbuch auf die wichtigen Begriffe der Semantischen Metasprache, der Lexikalischen Funktion und des Rektionsmodells gerichtet. Die einzelnen Abschnitte beenden jeweils knappe Zusammenfassungen und eine Auswahl weiterführender Literatur; eine Diskussion der möglichen Anwendungsgebiete dieses Modells schließt den Band ab.


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470. Schlund, Katrin: Genese und Gebrauch von Höflichkeitsformeln im Serbischen und Deutschen. Ein funktionales Modell der Höflichkeit und seine Anwendung. München - Berlin, 2009. ISBN 978-3-86688-082-5. Br., 260 S. mit Tabellen, Grafiken, Literatur- und Abkürzungsverz., 32,00 Euro, (Best.Nr. 1470Bei Kubon & Sagner bestellen)

Sprachliche Höflichkeitsformeln gelten als einer der unmittelbarsten Reflexe gesellschaftlicher Verhältnisse in der Sprache. In der Arbeit wird der Zusammenhang zwischen sprachlicher Höflichkeit und gesellschaftlichen Bedingungen im Serbischen und Deutschen anhand von authentischem Datenmaterial vergleichend untersucht. Im Fokus des Interesses stehen dabei Anredeformeln und Bitten, die auf der Basis ihrer kommunikativen Funktion - der adäquaten Gestaltung von Nähe- und Distanzbeziehungen - analysiert werden. Es wird gezeigt, dass serbische und deutsche Höflichkeitsformeln sich nicht nur in Bezug auf eine unterschiedliche Bewertung von Nähe und Distanz unterscheiden, sondern dass auch die spezifischen Eigenschaften der beiden Sprachsysteme Höflichkeitsunterschiede bedingen. Über die bisherigen Höflichkeitstheorien hinausgehend wird ein Ansatz entwickelt, der sprachliche Höflichkeitsformeln auf Basis ihrer Funktion systematisch beschreibt und dabei das Zusammenspiel von externer Sprachgeschichte und systemimmanenten Faktoren berücksichtigt.


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469. ZEMLA, Malgorzata: Der polnische Essay und seine kulturmodellierende Funktion. (Jerzy Stempowski und Czeslaw Miłosz). München - Berlin, 2009. ISBN 978-386688-059-7. Br., 319 S., 34,00 Euro, (Best.Nr. 1469Bei Kubon & Sagner bestellen)

Die Studie widmet sich der komplexen Rolle der Essay-Gattung im Rahmen der polnischen Zwischen- und Nachkriegsliteratur. Der polnische Essay wird als literarische Form des Denkens definiert, die eine zur Wissenschaft komplementäre und kritische Rolle erfüllt. In der in dieser Untersuchung vorgestellten Essayistik befassen sich Jerzy Stempowski und Czesław Miłosz vor allem mit den Defiziten, die sie im philosophischen Denken über die Vergangenheit und in der auf diesem Denken basierenden Historiographie im 20. Jh. feststellen. Einen besonderen Platz nimmt dabei das Verhältnis zwischen Historiographie und Politik ein. Auch im Kontext der in Polen geführten Debatte über die Geschichtspolitik erweist sich die erneute Lektüre dieser Essays als ergiebig und kann sie um neue Impulse bereichern.


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468. Finkelstein, Miriam: Im Namen der Schwester. Studien zur Rezeption der Regentin Sof'ja Alekseevna bei Katharina der Großen, Evdokija Rostopčina und Marina Cvetaeva. München - Berlin, 2011. ISBN 978-3-86688-058-0. Br., 318 S., 36,00 Euro, (Best.Nr. 1468Bei Kubon & Sagner bestellen)

Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Rezeption Sof'ja Alekseevnas - der Halbschwester Peters des Großen und Regentin des Russischen Reiches (1682-1689) - durch Katharina die Große, Evdokija Rostopčina und Marina Cvetaeva. Katharinas dramatische Werke, Erinnerungen, auch polemische Schriften und Bauprojekte sowie poetische Texte Rostopčinas und Cvetaevas werden auf die Repräsentation einer gestürzten Herrscherin hin untersucht. In Sof'ja sahen Katharina, Rostopčina und Cvetaeva den Ausgangspunkt für eine alternative Geschichte eines besseren, toleranteren und humaneren russischen Staates, der vor allem auch (schreibenden) Frauen Gleichberechtigung gewährt und würdevolle Existenz zugebilligt hätte. Insofern werden die untersuchten Imaginationen Sof'jas als spezifisch weibliche russische Utopien verstanden.


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467. LEHRMAN, Alexander: Anton Čechov's Višnevyj sad. A Critical Edition of the Original Russian Text with an Introduction, a New Translation and Supplementary Materials. München - Berlin, 2009. ISBN 978-3-86688-057-3. Br., 233 S., 32,00 Euro, (Best.Nr. 1467Bei Kubon & Sagner bestellen)

This critical edition of Anton čechov's masterpiece restores the Russian text to the form in which čechov himself saw it through to publication, freeing it for the first time from passages inserted by Soviet editors for ideological reasons. The original text is accompanied by a translation intended to be a precise equivalent, in contemporary American English, of čechov's stylistically polyphonic original. The book opens with a critical and hermeneutic introduction documenting the writing and first staging of the play, outlining its reception and transmission, and discussing for the first time distortions stemming both from Stanislavskij's incomprehension and from Soviet literary politics. The introduction also offers a fresh, multilayered explication of the play's meanings, shedding new light on čechov's sources and composition techniques. The book includes an annotated selection of čechov's notebook entries and letters which provide new insight into his poetics, production preferences, and Weltanschauung.


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466. NOHEJL, Regine: Das Andere des Westens und die "Arche Noah der Weltkultur". Zur Spezifik von Identität und Alterität in russischen kulturgeschichtlichen Diskursen. München - Berlin, 2009. ISBN 978-3-86688-054-2. Br., Bibl., 279 S., 32,00 Euro, (Best.Nr. 1466Bei Kubon & Sagner bestellen)

Die Arbeit befasst sich mit der umstrittenen Frage, inwieweit Identitäts- und Alteritätsdiskurse in der russischen Kulturgeschichte durch ein Zusammenspiel von ausgeprägter Bipolarität und universaler Verschmelzungssehnsucht gekennzeichnet sind und sich dadurch signifikant von westlichen Identitätsmodellen unterscheiden. Die aktuelle theoretische Debatte wird systematisch aufgearbeitet, es wird versucht, eine adäquate Methodik zur Untersuchung russischer kulturgeschichtlicher Spezifika zu entwickeln. Die gewonnenen Erkenntnisse werden an verschiedenen Themenfeldern und Epochen exemplarisch erprobt: Analysiert werden die Ursprünge der russischen Identitätsproblematik in der Auseinandersetzung mit der westlichen Identitätsphilosophie (am Beispiel Ivan Turgenevs und Fedor Dostoevskijs), der Einfluss spezifischer Vorstellungen von Identität und Alterität auf ästhetische Grundhaltungen (am Beispiel Nikolaj Gogol's und Anton Čechovs) sowie ihre Reflexe in der Genderproblematik (am Beispiel zeitgenössischer russischer Frauenprosa).


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465. Вестбрук, Филип: Дионис и Дионисийская трагедия. Вячеслав Иванов : Филологические и философские идеи о дионисийстве. Dionis i Dionisijskaja tragedija. München, 2009. ISBN 978-3-86688-046-7. Br., 312 S., Sachreg., Bibl., Summary., 34,00 Euro, (Best.Nr. 1465Bei Kubon & Sagner bestellen)

This study centers on the classical scholarship of the Russian poet and scholar Vyacheslav Ivanov (1866-1949). Ivanov's scholarly works, "The Hellenic Religion of the Suffering God" (1904-1905) and "Dionysus and pre-Dionysian Religion" (1923), are dedicated to the religion of the Greek god Dionysus and the origin of Greek tragedy. Although departing from Nietzsche's "The Birth of Tragedy from the Spirit of Music", Ivanov offers a wide range of original insights into these complicated and incessantly debated questions. This study situates Ivanov's ideas in the context of the international scholarly discussions of the 19th and early 20th century and the philosophical influences that played an important role in the evolution of his thought (Nietzsche, Schopenhauer, Schelling, the Slavophiles, and Solov'ev). This book is among the first explorations of this unduly neglected side of Ivanov's multifaceted oeuvre. Without an adequate understanding of Ivanov the scholar we cannot attain a full picture of his work as a whole. (Dr. Philip L. Westbroek studied Theology, Classics and Slavonic Studies at the Universities of Amsterdam and Saint-Petersburg.) In russian language.


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464. KOSTA, Peter; WEISS, Daniel (Hrsg.): Slavistische Linguistik 2006/2007. Gerd Freidhof zum 65. Geburtstag gewidmet. München, 2008. ISBN 978-3-86688-044-3. Br., 504 S., 50,00 Euro, (Best.Nr. 1464Bei Kubon & Sagner bestellen)

Der Band enthält die Referate des XXXII. Konstanzer Slavistischen Arbeitstreffens Männedorf bei Zürich, 18 - 20. September 2006 sowie die Referate des XXXIII. Konstanzer Slavistischen Arbeitstreffens Potsdam, 4.-6. September 2007. Aus dem Inhalt: Wortassoziationen in slavischen und germanischen Sprachen, Johann Wenzel Pohls Beitrag zur Aspektologie, Der slavische Lokativ im Sprachkontakt, Der 'gehen'-Prospektiv im Slovakischen, Zum Einfluss des Russischen auf andere slavische Sprachen im 19.Jh., Temporalität und Kausalität, Zur weißrussisch-russischen Hybridität in der weißrussischen "Trasjanka", Postkarten als Quelle zur bulgarischen Sprachgeschichte der ersten Hälfte des 20.Jh., Quantification of NPs/DPs in Slavic, Zwischen Wort und Diskurs: Überlegungen zu Theorie und Methode der Konzeptforschung, Anschaulichkeit als Charakteristikum der russischen Sprache, Überlegungen zur Entstehung des Nominativobjekts im Altrussischen, Evidentialität, Modalität, Propositionale Einstellungen und (nicht-) spezifische Referenz, Wer rasiert wird, der verliert, Zur Bedeutungsentwicklung im Jargon (am Beispiel des Serbischen), etc.


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463. CARL, Friederike: Klassik und Theateravantgarde. V.E.Mejerchol'ds "Revizor" im Kontext der russischen Klassikerrezeption. München, 2008. ISBN 978-3-86688-042-9. Br., 242 S., 25,00 Euro, (Best.Nr. 1463Bei Kubon & Sagner bestellen)

Mejerchol'ds "Revizor"-Inszenierung aus dem Jahre 1926 kann als Dreh- und Angelpunkt der Auseinandersetzungen um das klassische literarische Erbe in der jungen Sowjetunion betrachtet werden. Der Regisseur und Theatertheoretiker entwickelte seine künstlerischen Verfahren im expliziten Dialog mit zeitgenössichen Vertretern der russischen Intelligenz. Diese Studie untersucht Mejerchol'ds Klassiker-Rezeption im Kontext der vielstimmigen Debatten der zehner und zwanziger Jahre, und zwar auf dem Wege einer exemplarischen Analyse der legendären "Revizor"-Inszenierung. Am Beispiel von Mejerchol'ds Gogol-Adaption wird im Detail betrachtet, wie der Regisseur Elemente der kulturpolitischen, literarischen und literaturwissenschaftlichen Diskurse - etwa die Debatten um die Aktualität der Klassiker, zeitgenössischer Gogol-Bilder, intertextueller Theorien, Konzepte von Autorschaft, die Entwicklung des modernen Regietheaters - aufnimmt, funktionalisiert und mit seinen eigenen Überzeugungen, seiner Theaterästhetik und seinen Wirkungsabsichten verknüpft.


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462. STEINKE, Klaus; YLLI, Xhelal: Die slavischen Minderheiten in Albanien (SMA). 2. Teil: Golloborda - Herbel - Kercishti i Eperm. (= Die slavischen Minderheiten in Südosteuropa, Band 2) München, 2008. ISBN 978-3-86688-035-1. Br., 320 S. m. Tab. und CD, 34,00 Euro, (Best.Nr. 1462Bei Kubon & Sagner bestellen)

Mit dem 2. Band wird die Veröffentlichung des Materials aus dem DFG-Projekt "Die slavischen Mundarten in Albanien" fortgesetzt. Dieser Teil umfasst das während der letzten fünf Jahre auf mehreren Expeditionen gesammelte Material über die slavischen Mundarten in Mittelostalbanien an der Grenze zu Makedonien. Aufgenommen wurden fünfzehn Dörfer in Golloborda sowie die nördlich davon gelegenen Orte Hebel und Kercishti i Eperm. Damit wird die Kenntnis über die Slavophonen in diesem Bereich, die im wesentlichen Teil noch auf den Werken von Ivanov (1925) und Seliscev (1931) beruhte, aktualisiert. Zusätzlich zur Beschreibung der Ortschaften und der dort gesprochenen Mundart enthält der Band über 100 Seiten Texte, von denen repräsentative Teile auf der beigefügten Audio-CD (MP3) zu hören sind. Die Arbeit richtet sich vornehmlich an Südslavisten, Balkanphilologen, Dialektologen, Kontaktlinguisten und Soziolinguisten, erhält aber aufgrund des aktuellen poltischen Kontextes eine zusätzliche, über rein sprachwissenschaftliche Aspekte hinausgehende Relevanz.


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461. ZÜWERINK, Tim: Possessiv adjektive in slavischen Sprachen. München, 2008. ISBN 978-3-86688-034-4. Br., 266 S. m. CD, 26,00 Euro, (Best.Nr. 1461Bei Kubon & Sagner bestellen)

Das so genannte slavische Possessivadjektiv (PA) wird nicht selten als Paradebeispiel für die Einzelsprachen übergreifenden grammatischen Muster in der Slavia verwendet. Heute werden diese Wörter in vielen Slavinen als rezessiv gegenüber konkurrierenden analytischen Ausdrucksformen beschrieben. Die Semantik einer wie auch immer gedeuteten Possessivität steht bei der Bezeichnung dieser Adjektive im Vordergrund, obwohl ihre weit darüber hinausgehenden Funktionen in vielen Arbeiten beschrieben sind. Gegenstand dieser Studie ist zum einen die Frage, wodurch sich die Possessivadjektive von anderen Adjektiven unterscheiden und welche Definitionskriterien für ihre Klassifizierung als Wortart bzw. Untergruppe der Adjektive angesetzt werden können. Zum anderen wurden mit einer für die Linguistik innovativen Conjoint-Analyse verschiedene Faktoren auf ihre Wichtigkeit für die Verwendung der PA in drei ausgewählten slavischen Sprachen (Russisch, Tschechisch und Kroatisch) untersucht, wobei Daten von mehr als 1.150 Muttersprachlern erhoben und ausgewertet wurden.


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460. DREWS, Peter: Die Rezeption deutscher Belletristik in Russland 1750 - 1850. München, 2008. ISBN 978-3-86688-006-1. Br., 409 S., 36,00 Euro, (Best.Nr. 1460Bei Kubon & Sagner bestellen)

Die Studie vermittelt erstmals einen Gesamtüberblick über die Rezeption deutscher schöngeistiger Literatur in Russland von den Anfängen Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende der ersten, vor allem um 1820-1830 höchst intensiven Phase ihrer Aufnahme Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen zunächst Aufklärung und Sentimentalismus deutscher Prägung, ehe bald nach 1800 verstärkt Vertreter der Weimarer Klassik, aber nur zögerlich auch Repräsentanten der Romantik in den Vordergrund rücken. Hierbei dominiert bis um 1840 Schiller, bevor dieser seine beherrschende Stellung an Goethe und schließlich an Heine abtreten muss. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf der Untersuchung russischer publizistischer Reaktionen auf die deutsche Literatur in ihrer weitgehenden Abhängigkeit von zunächst der französischen, und nach der Ära Napoleons zunehmend von der deutschen Literaturkritik. Die Arbeit ergänzt eine Bibliographie von Publikationen deutscher Belletristik auf Russisch mit über 4.500 Titeln.


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459. GOLUBOVIC, Biljana: Germanismen im Serbischen und Kroatischen. München, 2007. ISBN 978-3-86688-004-7. Br., 346 S. m. Tab., Literaturverzeichnis und Wörterbuch., 36,00 Euro, (Best.Nr. 1459Bei Kubon & Sagner bestellen)

Vergleicht man in Bezug auf Wörter, die aus dem Deutschen stammen, die beiden Sprachen und Serbisch, so wird hier beispielhaft deutlich, wie Sprachgemeinschaften sich gegenüber Fremdwörtern unterschiedlich verhalten können. Während in Kroatien zunächst genau wie in Serbien Wörter aus dem Deutschen als Bereicherungen aufgenommen und durch Entwicklungen auf verschiedenen sprachlichen Ebenen zu eigenen gemacht wurden, schlug diese Einstellung im Laufe der Zeit im Kroatischen in einen Purismus um, ganz anders im Serbischen, dem puristische Züge bis heute fremd sind. Die vorliegende Arbeit bietet einerseits eine vergleichende Darstellung der Germanismen im Kroatischen und Serbischen in Geschichte und Gegenwart, wie es sie bisher nicht gegeben hat, weil immer nur von serbokroatischen Germanismen gesprochen wurde, andererseits eine Analyse dieser Wörter in beiden Sprachen, wie sie ausführlicher und vielseitiger bisher nicht durchgeführt wurde. Vor allem werden die Germanismen durch alle Register vom Standard bis zum Jargon hin präsentiert, in welch letzterem sie viel stärker repräsentiert sind als im Standard.


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458. STEINKE, Klaus; YLLI, Xhelal: Die slavischen Minderheiten in Albanien (SMA). 1. Teil: Prespa - Vernik - Boboshtica. (= Die slavischen Minderheiten in Südosteuropa, Band 1) München, 2007. ISBN 978-3-87690-989-9. Br., 374 S. m. Tab. und CD, 36,00 Euro, (Best.Nr. 1458Bei Kubon & Sagner bestellen)

Der Band umfasst die während der letzten fünf Jahre im Rahmen eines DFG-Projekts auf mehreren Expeditionen gesammelten Angaben über die heutige Verbreitung der slavischen Minderheiten in Südostalbanien sowie signifikante Aspekte ihrer Mundarten und des Sprachkontakts. Untersucht wurden neun Dörfer am albanischen Ufer des Prespasees sowie die davon etwas abseits gelegenen Ortschaften Vernik und Boboshtica. Eine erneute Untersuchung der slavischen Minderheit in diesem Gebiet wurde erforderlich, da die älteren Arbeiten zu dem Thema schon längst nicht mehr den aktuellen Zustand der Sprachinseln reflektieren. Über ein halbes Jahrhundert war das Sammeln neuen Sprachmaterials und von Daten über die Minderheiten in Albanien unmöglich. Erst die politische Öffnung des Landes 1989 schuf die Voraussetzung dafür. Die sprachliche Analyse der südslavischen Mundarten basiert auf neuen Sprachaufnahmen mit einer Gesamtdauer von über zwanzig Stunden. Ein großer Teil der transkribierten Texte ist auf der beigefügten CD zu hören.


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457. MARINELLI-KÖNIG, Gertraud: Russische Kinderliteratur in der Sowjetunion der Jahre 1920-1930. München, 2007. ISBN 978-3-87690-987-5. Br., 293 S. m. zahlr. Abb. u. Bildanhang, umfangr. Bibliographie., 30,00 Euro, (Best.Nr. 1457Bei Kubon & Sagner bestellen)

Das sprichwörtliche Spiegelbild der Gesellschaft, als das die Kinderliteratur einer bestimmten Epoche gesehen werden kann, ist für das erste Jahrzehnt des Aufbaus der Sowjetgesellschaft von besonderer Relevanz. Die Analyse von Bilderbuchtexten, der Bilderbuchklassiker, der Massenliteratur zeigt uns heute, welche Perspektiven, Lebenswelten, Werte den Kindern im jungen Sowjetstaat vermittelt wurden. Analysiert werden Inhalte, literarische Verfahren, agitatorische Tendenzen, und es wird über theoriegeleitete und ideologische Diskussionen, die damals stattfanden, berichtet. Das Hauptaugenmerk gilt jedoch der Literarizität der Texte selbst, vor allem von Bilderbüchern, die heute hohen Sammlerwert besitzen; waren sie doch Teil des avantgardistischen Kunstschaffens jener Zeit. Die hier veröffentlichte Dissertation, approbiert 1976 unter Prof. Günther Wytrzens am Institut für Slawistik der Universität Wien, basiert auf einem intensiven Quellenstudium in der Lenin-Bibliothek in Moskau und verfolgt einen faktographischen Ansatz. Ergänzt wurde das Verzeichnis der Primärliteratur um eine Anzahl zum Bestand des russischen Kinderbuchschaffens der 1920er Jahre zählender Titel.


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456. TRUNTE, Nikolaos H.: Minima Graeca. Eine Einführung in das Griechische für Slavisten in 15 Lektionen. (= Studienhilfen, Band 16) München, 2007. ISBN 978-3-87690-986-8. Br., XVII, 366 S. m. Tab. u. Ill., 24,00 Euro, (Best.Nr. 1456Bei Kubon & Sagner bestellen)

Das vorliegende Lehrbuch beschränkt sich nicht nur auf das Wesentliche bei der Sprachvermittlung, zielt dabei auch auf slavistische Benutzer ab und bietet daher fast ausschließlich originale Texte, die auch in slavischer Übersetzung vorliegen oder zumindest einen Bezug zur slavischen Welt haben (Septuaginta, Neues Testament, Apokryphen, Weltgeschichten, byzantinische Sachprosa und Hymnographie). Trotz der Ausrichtung an den Bedürfnissen von Slavisten ist dieses Lehrbuch auch für Historiker, Byzantinisten, Theologen und orthodoxe Gläubige, die sich im kirchlichen Erbe besser zurechtfinden wollen, hilfreich. Obwohl für den akademischen Unterricht konzipiert und darin erprobt, ist es dank des beigegebenen vollständigen Glossars und einer Übersetzung aller Lesestücke auch für das Selbststudium geeignet.


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455. MERCHIERS, Ingrid: Cultural Nationalism in the South Slav Habsburg Lands in the Early Nineteenth Century: The Scholarly Network of Jernej Kopitar (1780-1844). München, 2007. ISBN 978-3-87690-985-1. Pb., 378 pp., 36,00 Euro, (Best.Nr. 1455Bei Kubon & Sagner bestellen)

The author describes the role of the Slovenian intellectual Jernej Kopitar in the rise of a Slovenian revival in the early nineteenth century with special attention to his scholarly network within an international wider South Slav context. His life and work is re-analysed within a new and broader perspective, namely the rise of cultural nationalism as a pre-nationalistic phase in the South Slav Habsburg lands, especially on 19th-century Slovenian territory, which is linked to the theory on cultural nationalism as put forward by the Czech historian Miroslav Hroch. Throughout this research study the central question runs as follows: how and to which extent did Jernej Kopitar create networks, exchange scholarly information and inspiration and thus contribute to the rise of a Slovenian cultural (pre-)nationalistic phase, while working on the interstice between various cultural fields such as linguistics, literary history, cultural history, folklore study, preparation of source editions, etc...?


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454. OSCHLIES, Wolf: Lehrbuch der makedonischen Sprache in 50 Lektionen. (= Studienhilfen, Band 15) München, 2007. ISBN 978-3-87690-983-7. Br., 183 S., 16,00 Euro, (Best.Nr. 1454Bei Kubon & Sagner bestellen)

Das Interesse an der makedonischen Sprache steigt allenthalben - auch und gerade in Deutschland, das mit der Republik Makedonien in vielfältigster Weise verbunden ist. Das hier vorgelegte kleine "Lehrbuch der makedonischen Sprache" stellt eine grundlegende Überarbeitung und sprachliche Modernisierung der längst vergriffenen älteren Auflagen (1984, 1986) dar. Es bietet eine kompakte Einführung in die komplizierte Geschichte Makedoniens und der Makedonen und beschreibt die Entwicklung und Entstehung des Makedonischen als slavischer Standardsprache. In 50 Lektionen wird übersichtlich und leicht verständlich die Grammatik des heutigen Makedonischen ausgebreitet, dazu kommen zahlreiche grammatische Übungen; die zitierten Texte bieten Muster paktischer Alltagskonversation, dann zahlreiche interessante Sprichwörter, auch Gedichte und Prosa sowie die Zehn Gebote und das Vaterunser auf Makedonisch.


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453. BERGER, Tilman; RAECKE, Jochen; REUTHER, Tilmann (Hrsg.): Slavistische Linguistik 2004/2005. Herausgegeben von Tilman Berger, Jochen Raecke, Tilmann Reuther. Referate des XXX. Konstanzer Slavistischen Arbeitstreffens Klagenfurt, 13.-17. September 2004 und Referate des XXXI. Konstanzer Arbeitstreffens Freudenstadt, 19.-23. September 2005. München, 2006. ISBN 978-3-87690-984-4. Br., 465 S., 46,00 Euro, (Best.Nr. 1453Bei Kubon & Sagner bestellen)

Inhalt: Sprachmischung in ukrainischer computervermittelter Kommunikation; Sprachkontakt und Syntax. Zur Position des Verbs im modernen Obersorbischen; Syntax und Semantik des 'vdrug'-Feldes; Provokative Äußerungen und Kausalität; Zur Klassifikation sekundärer Prädikate am Beispiel von als-Phrasen des Deutschen und jako-Phrasen des Polnischen; Eventonyme im Russischen und Tschechischen; Namensverwendungen im Text (am Beispiel von Alexandra Marininas 'Auf fremdem Terrain'; Unicode 4.1 and Slavic Philology. Problems and Perspectives; Dialogizität und Perspektivierung in autobiographischen Erzählungen; Zum Erwerb der mikrostrukturellen narrativen Kompetenz; Aspekte der audiovisuellen Dialektologie; Inkrementelles Patiens und Verbalaspekt im Russischen; Funktionswandel der Sprache (auch) in der slavischen Anzeigenwerbung; Kontrastive Textpragmatik am Beispiel russischer und deutscher Zubereitungsanleitungen; Tiere in der Sowjetpropaganda.


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452. POREBSKA, Marlena: Das Kaschubische: Sprachtod oder Revitalisierung? Empirische Studien zur ethnolinguistischen Vitalität einer Sprachminderheit in Polen. München, 2006. ISBN 978-3-87690-982-0. Br., 272 S., 26,00 Euro, (Best.Nr. 1452Bei Kubon & Sagner bestellen)

Obgleich im Zuge der Renaissance der europäischen Minderheitenforschung nicht nur in Polen die Diskussionen zu linguistischem Status und sprachlicher Vitalität des Kaschubischen intensiver geführt werden, liegt lediglich eine geringe Anzahl an empirischen Untersuchungen vor. Ziel der vorliegenden Studie ist es, sich der theoretischen Debatte um Zustand und Zukunft des Kaschubischen durch die Sammlung aktueller Daten zur Sprachpraxis der Ethnie methodisch von einer neuen Perspektive aus zu nähern. Im Fokus der sprachsoziologischen Betrachtungen steht die domänenspezifische Verwendung des Ethnolekts sowie die Bestimmung extralinguistischer Spracherhaltungsfaktoren für das Minderheitenidiom. Die Analyse der Sprachkontaktsituation mit dem Polnischen basiert auf den ersten extensiven Feldforschungen nach der Wende 1989, die in weiten Teilen der Kaschubei im Zeitraum von 2000 bis 2005 durchgeführt wurden und neben einer umfangreichen Fragebogenerhebung unter 1.000 Kaschubischsprechern sprachbiographische Interviews sowie teilnehmende Beobachtungen beinhalten.


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451. EOM, Jeehyeon: Rhythmus im Akzent. Zur Modellierung der Akzentverteilung als einer Grundlage des Sprachrhythmus im Russischen München, 2006. ISBN 978-3-87690-981-3. Br., 200 S., 24,00 Euro, (Best.Nr. 1451Bei Kubon & Sagner bestellen)

Hinter dem Phänomen des Sprachrhythmus verbergen sich komplexere Sachverhalte, denen bislang nicht ausreichend Beachtung geschenkt worden ist. Das vorliegende Buch beleuchtet diesen Umstand, stellt die gängigen Ansichten zum Sprachrhythmus in Frage und schlägt einen Paradigmenwechsel vor. Eine weitere konzeptionelle Grundlage des in dem Buch beschrittenen Wegs bildet die sowohl begrifflich als auch terminologisch konsequente, strenge Unterscheidung zwischen Akzent und Betonung im Russischen. Nach einer Begründung dafür, sich in der Untersuchung auf die Akzentverteilung zu konzentrieren, werden mit quantitativ-linguistischen Methoden Modellierungsansätze erarbeitet, die zur exakten Erfassung des zu beschreibenden Phänomens herangezogen werden. Die Modellansätze werden hierbei ausführlich auf der mathematischen und der linguistisch-analytischen Ebene dargestellt, um weitere Modellentwicklungen und -anwendungen zu ermöglichen.



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